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XXIV

tore Latine prodiit, satius fuisset a Surio daii, etsi enim Iiujus forte elegantior, illa tamea non sincerior utpote genuina, sed et plura habet quae non sunt in Suriana, diyersoque plano ordine, yitaeque ac spiritui sui ingenio auctoris cognoscendis non parum condncentia. In cujus speeimen etc. «

Noch bestimmter äußert sich Quetif I. 6. p. 67Y über des Surius Um­schreibung des Tauler:

» Optandnm esset ut noya operum Tauleiii, qualia ab ipso Oer- manice prodierunt editio cu.deretur, addita e regione sincera yer- sione Latina. Sic enkn quid fauleri genuinum, quid a Surio in- sertum agnosceretur.«

§. io* **) Ob eine Übersetzung der Paraphrase ins Italienische bestehe, wie Fabricius meint, scheint nach Haym p. 624 zweifelhaft. Eben so sehr bezweifelt Bayle, ob die französische Uebersetzung, die Mabillon empfiehlt/ bestehe*

Die holländische Uebersetzung von fob. de Lixbona Hat noch im An­hänge die Nachfolge Christi und die Exercitia passionis etc. , übersetzt von Gabriel von Antwerpen. Sie giebt sich nach Jördens, Thl.- V. p. 6, als neu übersetzt aus, und verspricht auf dem Titel eine Nachweifung aller Stel­len, die von der -letzteren verfälscht oder ausgelassen worden.

Nachweisungen von englischen Ueberfetzungen (welches kaum glaublich -0 oder von spanischen sind nirgends aufzufinden. Als deutscher Original­schriftsteller konnte Tauler zunächst nur feine, für ihn empfängliche Nation interessiren, und seine ausländischen Verehrer konnten mit der lateinischen Uebersetzung sich begnügen.' Ueberfetzungen des Ganzen würden ohnehin dem Geiste der Romanisch sprechenden Länder zuwiderlaufen.

§. 11. Nachdem von 1543 an keine hochdeutsche Ausgabe erschienen war und da bey noch nicht wieder aufgeregtem litterarischem Forschen sich Surius im Alleinbesitz des Vertrauens befand, gab Zu Frankfurt 1621 ein bis jetzt Unbekannter eine sehr fleißige Uebersetzung der lateinischen Paraphrase heraus; diese ist in Betreff der Anordnung der Predigten und des Textes zu Grunde gelegt, doch wurden die Ausgaben Bafel 1521 und . ' ^

*) Wenn die Register ju Dibdin-Ames, Thl. IIV, vollständig sind, so befin­det sich in diesen 4 Bünden nichts von Tauler.

**) Wir vermuthen nicht ohne Grund, Daniel Sudermann, und verweisen deß- halb auf das in. Cap. dieser Einleitung, wo von den Berliner Handschriften des gedachten Mystikers die Rede ist. Auch in Reimari Vita Fabricii, p. 3o6 wird aus­drücklich gesagt, daß er mit der Unterschrift v. 3. Schriften von Suso, Eckard und Tauler herauSgegeben habe. Wir haben diese zum Theil selbst gesehen.