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in wissenschaftlicher Hinsicht sehr thätig bewiesen. Am bekanntesten ist L. Snrius durch seine zahlreichen lateinischen Umschreibungen deutscher Mystiker, z. B. Tauler, Suso, Rusbroich, und seine von ihm bearbeiteten großen Wer- ; ke, z. B. Yitae Sanctorum. Der von Peter von Nymwegen angeregte lit- \ rerarisch - polemische Ton wurde von Snrius fortgesetzt ausgesprochen, doch j von nun an mehr noch in den katholischen Ueberfttzungen ftiner Paraphraft. ; Nicht einmal die Cölnische deutsche Postille blieb ungerngt, obgleich Surius \ nur sie übertrug, was wohl der Sorge zuzuschreiben ist, seine Uebersetzung ? als allein-gültige anzupreisen; am sprechendsten sind hierüber die zwey von \ einander abweichenden Vorreden zu den ersten Ausgaben 1548 und 1552. I
Nachdem der Vorredner Gerardus .de Hamont (eigentlich Snrius?) (Go- | loniae yi idus Martias 1648) sich wunderke, daß noch keine lateinische Ueber- ! setzung bestehe von Tauler : » <^ni tot arrnis solis Germanis Germanice lo- ; cutus est,« geht er über zu den bekannten Beschuldigungen gegen die früheren (oberländischen) Ausgaben, versichert mit Hülfe guter Handschriften, den reinen Text besser hergestellt zu haben, als selbst die Cölnische Postille, deren Abweichung von den Handschriften er mehr als einmal vorgefunden hätte. Nun aber sey^ durch seine Bemühung der Autor so hergeftellt, daß nicht leicht mehr etwas vermißt werden könne. — Auf Approbation Cölnischer Theologen sey nun diese Ausgabe besorgt, mit Befolgung der deutschen Ausgaben, ohne Auslassung einer Predigt, jedoch mit Beyfügung des wahren '
Namens etwaiger Verfasser derselben.-Mehre Freunde, unter denen
Nicol. Eschius, Pfarrer zu Diest, hätten von ihm eine Uebersetzung des oberdeutschen Textes in den Brabantischen Dialect gewünscht, dieß überlasse er anderen, denen er seine Uebersetzung hierzu als die correcteste und vollftän- ! digfte empfehle, zumal, da sie die Anhänge habe, welche keine frühere Aus- | gäbe aufweisen könne.
Bedeutend umgeändert ist die Vorrede, datirt in feriis D. Hieronjoni ‘ i 55 s. Die Versicherung, daß Cölnische Theologen seine Arbeit approbirt > hätten, und die Empfehlung derselben zum Behuf einer Uebersetzung ins Bra- j bantische sind Hinweggelassen, aber nachdrücklicher noch ist die Verachtung ge- 1 gen die Reformatoren und die oberländischen Ausgaben, so wie die Verwer- j fung der Cölnischen Postille ausgesprochen, aber dagegen die Versicherung \ eigenen Reichthums aus den.Handschriften herausgehoben. l
Die Ausgabe 1548 ist sehr selten, und vermuthlich unterdrückt. Zu dbr | zweyten Ausgabe 1552 sind neu hiuzug(kommen die ^xviogia pro Tsnierv ^
des Gndoyieus Livsius, und die Ypistola D. Henxici Susonis scripta cui- dam in extremis laboranti. Nur diese Ausgabe ist in allen folgenden wiederholt.
Die Ausgaben Yenet. i556 und Lugd. 1557 «. i558 enthalten nur die