IX
Eöln ausgelegt werden, aber sie ist in der Maischen Postille verfälschte Mehre Stellen, in welchen er den Rheinstrom erwähnt, z. B. Pred. 7, 70, 100. b. können nicht auf eine bestimmte Stadt angezogen werden. Eben so wenig öftere Anspielungen auf den Bau einer Kirche. An diesen Stellen gebrauchen die alten Ausgaben meistens das Wort Münster, und die Cölnische Postille das Wort Dom. In Predigt 80, Thl. 2. S. 265 spricht er von einem Dom oder Münster, an welchem aber noch gebaut wird. —
3 )t Joh. Heumanni Opusculis, quibus varia Juris Germanici, item- que bistorica et philologica argumenta explicantur. Norimbergae 1747- 4 -
S. 331 — 404 befinden sich die noch unbenutzten Briefe, welche zur Zeit des Jnterdicts [1330 —1347] meistens von Heinrich von Nördlingen, von Basel aus, an die Ehrw. Margaretha Ebnerin lgest. 1351 ] geschrieben worden. Aus diesen gehören besonders folgende einzelne Notizen über Tauler hieher.
S. 358 : »Der Tauler ist gefaren gen Köln, doch fand ihn unser Bote zu Rhinau.« — Dieser Brief ist geschrieben bald nach der Schlacht bey Loupfen <21. Jun. 1339).
Derselbe S. 362: » Ein Buch habe ich gesandt dem Prior zu Kaißheim, das ist das Buch das man nennt zu latem: Horologium Sapientiae, und das ist unsers lieben Vatters Taulers tEigenthum], der noch nicht gekommen ist von Cölln, das lasse dir leihen u. s. w.« — Weiter unten:
»Das Buch von dem süssen Namen und von der reichen Minne Jesu, das leset gerne und mit Andacht, wie ihr mir zuvor geschrieben habt.« — Heumann meint, Tauler fey Verfasser dieses Buchs.
S. 364 : »Unser lieber Varter der Tauler ist ab gen Cöln, da ist er noch.«
S. 365 ist der 34 ste Brief, an und für sich unwichtig, von Taulern selbst an die Margaretha Ebnerin geschrieben, und zwar gewiß aus dem Oberlande, wegen des Geschenkes, das der Brief begleitet.
S. 390: »Deinen Bey-Brief und das Messer habe ich gesendet gen Cölln unserm Getreuen in Gott. Ich bin auch gar sehr betrübt von Cöln und das währt täglich.«
S. 393: » Unser großer Freund, die Merswin zu Straßburg sendet dir das weisse Tuch zu einem Rock und zum Scapulier, für diese bittet Gott und für unsern lieben Vater den Tauller, der dein getreuer Bote war, -der ist auch gewöhnlich in großem Leiden, weil er- die Wahrheit lehrt und ihr lebt so gäntzlich, als ich einen weiß. Nun, Lieben, bittet für ihn. Mein Herz halt nicht mehr zu dem Susen [Hemucus Suso] als es vormals that. Bitte Gott für uns beyde.« ^Geschrieben 1347, wie Heumann darthut.]
S. 395 : »und wisse auch daß ich nach Ostern kam von Coftentz und kam zu meinen Frauen lAgnes] der Königin von Ungarn s-f i 354 ], und