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bey sich seif gehabt haben/vrmd daß man bald auß seinen Ge- Herden hab abnemm können / ob diejenigen welche;« ftmem Herren kamen / gutes oder böses im sinn heften. Waren sie in gutem da / so erzeiget ersieh freundlich gegen ihnen / wo aber nicht / so schecrsiesawrvndmrt einem schalen angefleht an. Doch wie gesagt / fern man solches auch durch ein bösen oder guten gast beschchen zu seyn vorgeben. Nun komme ich auff die dritte Lugend/welche da helft Fleiß/ Sorg/ Müh/welche wieherrlichsie begäbet sey n/zeiget der alte PoetI-uLreciu8 an/ da er spricht-
Mit sorgen vnd mit halben Augen die Hunde schlaffen/
Dieweil jhnjhrHerren Geschafft gibt viel zu schaffen.
Vnd wenn ich die warheit bekennen soll / so sage ich daß sie nit viel schlaffen / vnd so sie schlaffen / doch alle zeit mit sorgen schlaffen/ dieweil sie vor ihre Herren / da kein Wachter o- der Hüter/ wachen. Deroha lben denn auch die Römer einen Hund nicht unbillig von dem verschmitzten verstand/oder vom siege nennen thun/ weilerzu einem jeden gereusch hebt an zu bellen. Höret jhr nicht wie diese meine Wachter zu tag vnnd nacht ruffen ? so sich etwas reget / so gautzen vnd mauffen sie erstlich ein wenig: so aber das getümmel grösser wird / so erheben sie auch ihre stimme gleich als einer posaunen. Derentwegen denn diealtennichtvnbilligdenHundennichtalleinjhre ernheime Häuser / sondern auch Kirchen vnd Schlösser stets zu vermachen vertrawet. Solches bezeugen die Exempel. Senn man liefet itnMliano daß ein Colophanischer Bm- ger gen l'eon in Jörnen zum marck gezogen/ mit einem Knechte vnd Hunde. Der Knecht trüge dre Satteltasche mit dem gelde- vnd wie es gemeiniglich auffder reise pflegt zu zugehen/ blieb er ein wenig dahinden sein notturfft zu verrichten / legt derhalben sein binde! nieder/vmicht sein sach/stehetauff/gehtt