Von dem Voffgange. 7

man nicht sonderlichen tröst geben/wett derStuelgang schwartz oder von mancherley färben ist/vnd vielseitig sich endcrt/vndvn- mäßlich stincket.

Allhieist auch zu wissen/ daß Krawenspcrsonen/ Kinder/ vnd alle / die feuchter Natur sind / vnd durch müssiggang viel Schleim/ oder durch vnordeutlichesLeben böß Geblüt samlen/ ehe mit dieser Seuche können angesteckt werden/ alß Mannes- personen/alte Leute/vnd die truckrer Natur sind/ vnd die durch fleißiges abwarten ihres beruffs die Schleim verzehren/ vnd die durch gut diät gesundes Geblüt zeugen.

Dieser anklebigen Kranckheit aber wird auff zweyerley wepsebegegnet: Nemlich durch prreler Viren vnd curiren. Zur pracservation dienet fürnemlich / daß man sich nach räch eines verstendigen Medici zeitlich purgirsn laste: ^)ernach/daß man sich hüte für den Leuten/ die mit dieftr Seuche behafftet sind/ o- der auch / die der Krancken pflegen: Auch sind zumeyden ber Krancken Gemächer. Vndweildie Erfahrung gibt/ daßge- meinlich die Leute/die mit dieser Seuche behafftet sind/auß an- gebornen kräfften vertragen können / daß sie sich nicht bald die ersten Lage zu Bette legen dörffen/ so were Christlich/ daß die­selben sich dergesundenLeute/vndjhrenzusammenkünffcenent, hielten / daß sie nicht an ihrem Nechsten Mörder würden.

Die Wartsfrawen sollen den Stuelgang der Krancken nit auffdie straffen/noch an gewöhnliche örker/ dahin auch gesunde Leute gehen müssen/ bringen/sondern an einen abgelegenen ort eine Grube graben/dahin derStuelgang möchte getragen/vnd letzlich mit Erden verschüttet werden.

Die straffen sollen in solcher gefährlichen zeit fein rein ge­halten werden: Auch ist von nökhen/daß man sich inSpeiß vnd Lranck fein meffrglich halte/nicht gebrauche sehr gesaltzene kost/ vnd die viel Schleim vnd Galt geben.

Insonderheit aber das Dbst/das leicht indes Mens chen

Leibe

iHipp. 1* 3.

,»pb. II.

Pr*serr*-

cio«