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Das sechste Mittel.
Durch gelindere giffrrctbende Artzeneym bey denen krancken/so dir erste Ahur verseumbt.
Enn nach ansang derSeuche tag vnd nacht fürübervnd XH^immittelö die febrilische pestilentzische Hitze vndMar- >^^)tigkeit zugenommen/ vndjetzo die Grsst nahe zumHer- tzen geruckt/vnd das geblüt mehrertheils ingenommen/so lassen die alten berümbte Deckel nicht zu / daß man wolte mit dem hitzigen Theriac / mit starck Aderlaß vnd starck purgiren / so sonst im ansang nötig sind/ diese Kramkheit angreiffen/ vrsach/cs würde dar- mit mehr nichts außgericht werden / als daß durch nochstarekere Hitze vnd starckere bewegungder Tumoren die Gisse desto eher -um Hcrtzen getrieben würde / vnd welche diesen vnderscheid nicht in acht nemen/kommen zu kurtz.
Darumb dieselben an statt deßTheriaes sollen die Terram fit gillatam i.Loht auffs höchst mit warm Bier oderGerstenbrüe in- nehmen/vnd den schweiß mit eufferlichen Mitteln zum besten befördern/daß man entweder heiffe Stein mit düchern in Essig genetzt/ vmbwickelt/ino Bett lege/ oder ein Vnterbett vffdie Erde mache/ schmal vnd gedoppelt lege/vnd dasselbe vmbspriegelt / vnd vber die spriegel etliche deppich hencken/daß derKopsshaussen vnd frey sey/ vnden zu den Füssen aber setzt man heissc stein in einem keßlin / vnd gcust Scorpion/odcr schlechten Essig daran / also daß man diev- bergespante Deppiche/ so bald auch ober das Keßlin mitziehe vnd zudecken kan/daß aller dampfinwendig bleibe/man kans auch mtt angezündem Brandenwein also machen/daß der Leib also reumig wol vnd leidtlich schwitzen kan.
Vnd wenn se die vffgehrung deß Geblüts so groß/daß fürHitz vndKopffwehevnd Bangigkeit nit -u bleiben / möcht man ein kleine Ader an der Hand/ besser aber auffdem fuß öffnen.
Zu