Wenns auch starcke vnd blutreiche Lern sind/ vnd nach dem schwitzen sie sich mchkgar sicher befinden/sollen sie / ehos.Gturidr vergehen/nach angefangener Kranckheit / nembtich/die Mediane Ader schlagen vnd wol gehen lassen / ob abereiner Weibspersonen nötiger wereauffden füssen zulassen/soll dasselbe auch geschehen/ dann die gisst der Pest / hat wie die Erfahrung gibt / diese art an sich/daß sie das Geblüt machet auffgehen / welches als dann alle Cammcrn deß Hertzensvnd deß Hirns / vnd den gantzen Leib mit menge der flasten erMk/ daß für Bangigkeit mancher sich nicht zubehalten wciß/solches zuvor kommen/ ist kein ander Mittel dem Geblüt räum vud lufft zumachen / vnd die grosse vffgehrung zu- verhüten / als ein adcr zu öffnen/ vnd das Geblüt zu ringcrn/ehe vnd zuvor es mit der Gisst recht ingenommen ftp / es mögen ande­re darvon disputiren was siewöllen.

EeistdarzuaußobgemeldtemBerichtleichtZuermeffen / daß die PestimLeib deß Menschen nicht dieguten/ sondern die bösen Humores zu erst erwischet/ vnd die ergriffene noch mehr vergifftet/ vnd vermittelst derer in wenigerzeit die pest zum hertzezu schantzee.

Dahero etliche Stundt nach derAderlaß(weit wenig gefun­den / so reines leibs ftpen)die purgirung anzustellen / entweder mit denen hierzu besonders verordneten Pestpillcn ein halb qucnt auff einmalinzunchmen/darauffi4.pillengehcn/vndwklchediepillett tnchtnchmen/sollen der durchsichtigen purgirendQuittenlatwerg dreyquentinnehmcn/ vnddasatteemuß geschehen ehe 14 fhmto verlauffemIu dem soll vntcr dem schwitzen das Hertz mitEssig ein Düchlein darein Theriac vermischt ftp / genetzt/versehen werden/ nach dem schwitzen aber soll das hierzu in den Apotceken sonderlich verordnet Gisst außziehend sacktm gegen die lincke Brust ange­langet werden / vnd ob die folgende tag weiter artzeüepen von nütz­ten wehren / sott man mit den Schwitztrancken anhalten/ doch kaum halb so starekdieselben machen. ^

Welche personen/sonderlichkindcr den Theriac nicht brau­chen