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Allermeinst doch sind die faule flaste vnd vnfichtbare luffe- pftile der Pest / so von den inficirten Cörporn vnd Häusern in an­dere gescho ssen werden gefährlich: Dann man forsehe der pestilen- Hrscher Art so fleissrg nach als man wolle / wirknicht bald jemand auß erfahrner ohngezweyffelter Warheit sagen können/daß einige pest anders entstandm/als durch ansteckung von Person zu person/ von hauß zu hauß/ von land zu land; also gar auch / wenn je das gisst der Pestilentz fern von einem Volck oder Statt / vnnd durch Personen oder kleydungen oder dergleichen äusserliche dinge / nicht dahin gebracht ist oder gebracht werden können/vndGott ein volck durch sein gerechtes vrtheil straffen will/ er selbsten wie i. Sam. 2 4. zulesen diePestilentz ins Volck kommen läst / durch gcschäfftvnd dienst der Geister vndEngelnsoermitdieserherzugeruffener vnd gebrachter gisst als mit fewrigen pfeilen waffner darmit vff die vn- bußfertigen zuzuschiessen / vnd also dieses Gisst der Pest / allweg von aussen hero anfängt / vnd durch die angesteckte fortgepflantztt wirdt.

Darumbsolchepersonen/häufervndfachen/sogewr'ß infici- Wf sind/andern zum anstoß/fall vnd schrecken/ offen vnd für äugen zu stehen vnd zu gehen/ ohne die höchste not so man nir endern mag mtverantwortlich ist. Gottzwarein HERR vnsers lebens /darff keinem darüberrechenschafft geben / wenn er den Engeln befehlch thut/vffdiesen oder jenen mit derPcstzuschiessen/aber ein Mensch ehevnd zuvor er ein solchen dergleichen Specialbcfclch von Gott/ daß er feinen sechsten infieiren vnd in gefahr deß lebens setzen sol­le/bekomme kan seinen Vorsatz hierzu oder vnvorsichtig vnd thor­heit/daß man die Nahrung dem leben vorziehen will/vnd mit eines andern gefahr seinen gewinn su­chen/nicht enschuldigen.

Daß