Von den Steinen im Menschlichen Leib. 4?

sie mehr äschfarb/ an Grosse einer Zisembs: Nach Beschreibung Ancta«

Vefälii.

Andreas Lacuna hat / fampt andern vnsern Bekandten Anatomisten/ Stein in der Gallblasen gefunden. Nach ZeugnußLKomLa VciZa.

Ich hab auch Pro/perum Martellum den Florentinischen Parriuumfwel- cher vielJaran der Gelbsucht gelegen / vnd mit vnverfehenem Todt / als auch Belloarmatus / gestorben) ausgeschnitten / als ich von Florentz zu reysin wil­lens/ VNter dem Geleit Piancilci Lampani deß Hertzogen fürnemsten 5ecrc- tarii, vnd für die Behausung deß verstorbenen geritten / ward ich allda von et­lichen Herren vnndWundartzten/so aübereit schon den Schnitt angerretten gehabt/abzusteigen/ vnd die Vrsach deß Todts in dem verstorbenen Leichnam zu erforschen / gezwungen / welche nichts anders gewesen war / dann daß die Gatt fürnemlichin den Magen gelösten/welcher Magen denn allein mit Gallen angefüllet gewesen/sampt einem Scirrho oder Erhärtung der Leber/ davon sie gleichsam zusammen gezogen worden. Das Miltz erfcheinete linder vnd grösser/weder sonsten natürlicher weiß / vnd liesse sich ansehen/ als hette es zu Zubereitung deß Geblüts Hülste erwiesen- Die Gallblasen aber war leicht­lich so groß als zwo Fauste / vnd gleichsam mit kleinen Haaren erfüllet / welche vnreretnander mitSand vnd Grieß angewachsen waren in Form als Hirsch- törnlin/oder als die ralrchen Superficieteten der Tutien in der Apothecken. Allenthalben/ da ich die Adern eröffnet habe/ist nichts dann ein sehr dicke Gal­le allda erschienen. Vnd das noch mehristfo hat diejenige Feuchtigkeit/die sich in den Lusttadern auffgehaltc hak/ einem nicht anders die Hände gelb gemacht vnd gcfärbct/ als were es die Galle selbst gewesen. Wie dann solches bey An­drea Velalio in feinen Schristten zu bezeugen ist.

Ivan. Ferneiius hat diese Wort: Es erwächst mehrertheils in der Gallbla­sen ein fchwartzer Stein/doch glatt/welcheraustdcm Wasser schwimmet/vnd setzt sich nicht zu Boden/ als die jenigen / so in der Blatter vnd Nieren erwach­sen. Sein Vrsprung ist dtegelbc Galle/welche/nach dem sie in ihrem Gefäß zulange austgehalten/vnndnichtzugebürenderZett außgeführet/oder durch Ankunfft anderer frischer Gallenwidervmb gleichsam ernewerer worden /also austwunderbarliche weisezu einem Stein erharret.. Vnd diffträgt sich erstlich zu/ so beyde Gallblasen Canäl verstopffet sind. Zwar hat solcher Gallblasen- fietn weder scheinbarliche Anzeigungen/noch schwere 5/mxromara oder Zu­falle/dadurch er leichtlich köndte erkennet werden. Doch kan bey den jemgen wol ein.Argwohn genommen werden / daß sie einen Stein in der Gallen ha-

F iij ben/