z§ Thcovrschek Bericht
(inerHandt/vnd in der Vreytc zweyer Finger-Vnd ^rberr also dann dieses allein für die Vrsach deß Todts gehalten/ vermeynendt närrisch vnd vnnützlich zu seyn/ voir vrrbekandten vnd sehr verborgenen Sachen nunmehr weitcrs zu disputieren, ^nronius Beniuenms. Aiiß welchem/ so wir nicht eben diese Histon' selbsten/fol- gendts vmer dem Capitel der Gallblascnstetn angezogen haben/so ist es doch gewiß eilt aridere eben dergleichen.
Es ist wunderbarlich/was wir allbereit erzehlen wollen. Als zu Venedig Augustinus Dux Barbadicus nach Todt ausgeschnitten / damit jhm das Einge- weyd herauß genommen werden köndte / hat man bey jhm in der Leber ein Stein gefunden neben der Gallblasen/anGrösse einer grossem Oliven/ an derFarb grawlecht/etwasschwartz.l-uäouicus Caelius Rhodig.
Eben diese Histon/ wie sichs ansehen läst/ hat Cardanus m folgende Wort auch angezogen: Es erzeigen sich bey etlichen Menschen wunderbarliche Sachen/ als in Augustino Barbadico, Patricio Venero, welcher/ alscraussge- schmtteli ward / weil er durch vlibekandte Kranckheit mit Todt abgangen/ befände nrarr bey jhm in der Leber / nahe bey der Gallblastii / einen Stern / grösser dann ein grösserer Oliuenstein: Vn darob sich mehr zu verwundcrn/an der Färb gmn- lecht/ in die Schwäche gencygt / welche Färb altent m den harter: Steirrcn zu seyn pfleget.
lulius C^sar Scaliger bezeliget/ daß vor dieftr Zeit/vnnd letzlichen in eines Rahtsverwandten Leber von jhm Stern gesehen worden /an derFarb schwartz/ welche/so sie in emWassergeworffen wordeii/seyen sieaussgefchwollen.Wie nicht minder hab er auch einen andernStem gesehen / so in cmes Ruderknechts Leber erwachscir/fleischfarb.
Ich vlid etliche meinet* Freunden haben diese Tag einen Menschlichen Tod- tenCörpcr auffgefchmttcll / welchernrit langwiriger Kranckheit bebasstet/rc. Wir besichtigten die Leber/ als wolten wir diegantze vnnd einige Vrsach derselbigerr Kranckheit darinrr erforschen: haben also die Leber gesunden hefftig schwartzlecht/ vnnd schier dergleichen als die Färb deß Miltzensrst: So.war auch die Gallblascn vberauß voll Gallen.
In dem hohlen Lebmheil waren die Adern / ehe sie sich in den allgemeinen Stammen der Pfortaderzußnnmen schließen/allzumahl verstopfft/vnnd mit Stemlein angefüllet/ so cusserlich schwartz/ innerlich aber gelblecht erscheintten. So war auch mcht weniger der jenigc Canal mit einem solchen Stein verstopfst/ welcher vorrder Gallblafen in das Gedärm hinab gehet / vnnd nachdem wrr den- stlbigen Stein herarrß genommen/ist nichts desto minder die Gallen nicht herauß ... gelauffen/