Von den Steinen im Menschlichen Leih. if
vnd langwirig/jedoch ohn allen Schmcrtzen/so er jhm selbst/vnd diejenigen/deren RahtS er gepflegt / wegen starckcn blasens vnd trommetens also auffgelauffcnzu seyn verschetzet-Sintemahl es aber nach vnd nach zugenormnenwird jhm an dem blasen verhinderlich worden/hat er bey Wundtärtzten weiter Raht gcsuchnwelchr jhm eufferliche Weychmtg auffgelegt/jnnerlich aber Gurgelwasser verordnet/ dadurch die Geschwulst erweychek/ zum Eytcr angetrieben worden. Als nun dieses eröffnet vnnd außgewuckt/ist ftmpt dem Eyterein hartes Steinlem herauß gesprungen/ welches ich noch der Zeit zu Handen habe/ gleichsam zweyer Erbrß groß/nrndt irr die Lange/vnd hat crn Gleichnuß mit einer dürren vndaußgehölch- tenLorboneir/an Färb braunlccht/auch rechtmeffigerSchwere. Folgendts lst das verwundte Beschwer genylich gehcylet/ vnnd die Geschwulst verschwunden: Er hat auch nachmahln keine Beschwerde mehr befunden zu trommeten vnd bla-
' fatloannesKentmannus.
Ich hab Stein gesehen/ welche vnder der Zungen gewachsen. Cornelius Gemma.
Der 5rofcijfTem/Kanula lapis, entspringt vnder der Zungen/Wie sich begeben hat mit^uZusto zu SPeters Schloß: Diesem ist m meiner Gegenwärtig^ ein solcher Stein / gleicher Form vnnd Grösse / auß der Zungwurtzel außgezogen ! worden/zwar init geringer Arbeyt/ vnangesehen er zuvor fpraachloß gewesen / vnd
Schmertzen an dcntselbigen L)rt erlitten hat. Caidanus.
Ich hab erfahren/ daß in Adern der Zungen /welche die Griechen Sas nennen / die vnsern aber Froschadertr heifferr / das Geblüt wegen sonderbarer Trückne vnnd Dürre / zu steiniger Harte verwandelt worden, ioubei- tus.
Don Steinen in den Weiblichen Brüsten.
Das fünffte Capitel.
'N den Brüsten wirdt die Milch steinecht/vnd zu Stein / wann sie nicht l herauß gefogm oder gemolcken wirdt. Gleichfalls in den Gefchwererr ^wirdt vnderweilen eine steinige Verfamblmg befunden vnd herauß ge-
' NoMMeN.I^cmnius.
Ein gantz steinerne Brust.
' In Warheit kan ich dasjenige anmelden vnd bezeugen/ daß ich gesehen hab zu
D
Padua