12 Apologia

berümbker Chirurgus vnd Anatomist > ab Aquapendente ge- ). nannt/ eben der Meynung sey / welcher auch bezeugt / er habe viel Weiber gesehen /welchedie Nachgeburt vcrfauletvnd mitstücken von sich gegeben/ vnd doch da» umb nicht gestorben seyen.

Habt verwegen jhr Herren Media der Wachest gewalr ge­than / In dem jhr diesem ewrem crdichtcm Stöcklein Affkerge- burtdieVrsachdieseoLodeszugeschriben. Warumb habt jhr >

nicht viel lieber solche dem stekswehrendem Fieber zugemessen / da­mit die Patientin beydee vor vnd nach dem sie niederkommen / W hasstet gewest / oder demHustew der sie hcffu'g geplagct/vor vnnd nach der Geburt / oder dem Bauchfluß / versieh vulzu bald auss dieGeburk erzergt/welchcs gewißlich drey böserGebrechen/vnd ei- nerKindbettcrin gefährlich schädlich sind/welchen jhr auch ein we­nig mit mehrerm fleiß vnd ernst habtfürkommen sollen-

Wolt jhr aber die heimliche gebrechen vnd kranckheiten der Weiber erlernen/ solt jhr euch offezu den Hebammen gesellen/vnd jhnen bey wohnen / wannste den gebarenden außhelffen / vnnd sol- > chcs nicht nur ein mal oder zwey sondern öffter thun/ wie ewer iv, Meister vnnd Gesetzgeber der grosse Hippocrates gethan / wel­cher sich nicht gcschewek / wann jhm krancke Weiber fürkom- > men / sich bey den Hebammen Bescheidts zuerholen / vndjhrenr Raht zu folgen.

Vnd diß ist also / wae ich euch in gegenware zusagen für eine Nokkurfft erachtet/ zu Rettung meiner Ehren vnnd gebürlichee Verantwortung dessen / so ich in dreselwFall gethan / gegen die '' Calumnien vn Lesterungen/die wieder meinen gutenNamen auß- gcsprenget worden / warinnen ich mich doch gern vnderwirss dem ^

Vrtheilder Medicorum zu Parißvtt andererverstandigerPer- ' I

sotten/ (ausserhalb denen/ die mit offk angezogenem Bericht in- H tmffitt sind ) oder auch der jenigen/ welchejhre Mayestak zu Er- ^

kanmuß dieser Sachen zu verordnen jhro Gnädigst wird gefal- h

len lassen-

Gekm h