Bourgeois. 7

biß ihr es mit den Fingern vonder rechten Seitten der Mutter le­dig gemacht/ faul gewesen/ daß es auch die lincke Seitte vnnddas Theil vber dem Mastdarm mit dem Krebs anstecken können. Jhrgebt durch diesen ewren schönen Bericht gnugsam zu erken­nen/daß jhrgantz keine Wissenschafft habt vmb die Beschaffen­heit der Afftergebmt/ oder auch der Gebärmutter selbst in einer Frawen/so wenig vor <rer Genesung vndGeburt als nach derosel- ben-Diese Ding sind euch nicht mehr bekannt/als ewerm Meister Oalenv/welcher / weil er nie kein Weib gehabt/ auchbeywenig gebarenden Frawen in Kindenöthen gewest / vnd sich doch gleich­wol vnderstanden / einer Hebammen für zuschreiben / wie sich sel­bige in ihrem Ampkverhalten solle/auch einBuch von dieser Ma- terigemacht/aber ergibt darin« an den Lag/ daß er nie keine Ge­bärmutter einer Schwängern Frawen erkannt / oder auch die Nachgeburtderoselben.

Damit ich aber solches Augenscheinlich beweisen möge / daß ichhiermnichtsdanndieWarheitrede/ Erbiet ich mich euchsol- cheszuzeigenimgroffenHospitalanderenWeiber Cörpern/wel- che innerhalb deß achten Tagsnach ihrer Geburt versterben/wil mich auch gern vnderwerffen dem Vrtheil der Kleäicorum vnd Wundärtzt / so in der Kunst Menschliche Leiber zu öffnen/ Ana* tomia genannt/erfahren flnd/daferrn sie sich änderst nicht mitein- anderverbunden haben/ vnndineinHornblasen/diese/ sagich/ wann sie nach ihrem Wissen vnd Gewissen ein vnparteyisch Vr­theil ftllen wollen/werden sagen/ wasvnderscheidrs zwischen cw- remvndmeinem Bericht feye/ Auff welchen Fall ich mich dessen versichere /daß ich wolvnd leichtAbfolvirk / vnnd allerVfflagen entschüttet werde solle/ Ihr aber auff Ewer seitten den Schimpff - vnd Verwiß davon tragen werdet / da ß ihr die vnschuldige Ge­

bärmutter fälschlich der Ansteckung mit dem Krebs beschuldigt/ weildißdieVrsach ihres Todts mchtgewest/sondern eineEnt- Zündung aller theilvn Ingeweids deß vndern Leibs oderBauche/

der