Bourgeois. 5
Hierauß er scheinet/ daß jetzermclt Hügelem oder Höhe/nach dem es eigentlich ein Theil oder Stück von dem Leib der Gebar- mutter/vnd von derselben Substantz vnd Wesen/außVnwiffen- heitfälschlich / wil nicht sagen boßhafftiger Weise für ein klein Theil oder StückleinderAfftergeburtgenommen vnd dargebcn worden ist / Angesehen daß vielerholte Nachgeburt änderst nichts ist / dann ein weich schwammig Fleisch/ wie gestanden Blut/ wel- ; ches sich so steiffvnd fest an die Seittcn der Mutter nicht anheff-
ttn kan/vnd solchergestalt daselbst verhärten/(weil dievberflüffige Feuchtigkeiten ohn vnderlaß durch dieAdern der Gebärmutter zu siicssen pflegen/wie sich dann bey dieser meiner Gnädigen Frawen ' stetige begeben) daß man es schwerlich davon söndcrn/vnd mit ei
nem Schermesser ablösen mäste. Dann die Hitze deß Fiebere hat bey jhr so viel nicht vermocht/ daßsie solch stücklein Fleischauß- truckenen/vnd in eine so zehe Haut hekte verwandeln können/ In . Erwegung solches für vnnd für mit Blut besprenget vnnd ange- x. feuchter worden / welches Blut auch nicht auffgehöret zuflieffen/
; ^ v biß auffdie Stunde jhres Abschieds / dazrr dann auch ferrner diß - kompt/ daß sich zwischen der Substantz oder Leib der Gebärmutter vnd angeregtem weichem schwammigen Fleisch der Affierge- re burt kein solch Hautlcin nicht findet/durch de ffen Mittelung viel- Ti erwehnt Theil der Nachgeburt an die Seittcn oder Wende der Mutter so hart vnd sterffanhefften hette können / wie man fürge- benwill.
Vber diß alles so ist ja bekannt / daß die Gebärmutter einer ^ Schwängern Frawen / mehrals einen gantzen Monatzuvorehe * ?> sie deß Kinds geniset/vnd acht Tage nach der Geburt von vielen v Hautlein bestehet / deren je eines auff dem andern ligt / wie die ’ Hautlein an einer Awibel / vnd daß zwischen dem Begriff derselben zimlichvielBlut verhalten wird / wie in einem Schwämme/ r welch Geblüt wann es außgetrücket wird/vnd sich allgemach ver-
u Leufft/ wird die Multerjmmer von Tag zu Lag enger vnnd klei-
A ij ner.