4 Apologia
Fürstin vnd Fraw diegantze Icit als sie Schwanger gangen/sehr *> :
vbcl auff gcwest / vnderwnlcn mit dem Fub rvexirt/ dabey sich r. . dann grosse Hitz vnnd Nasenbluten befunden / auch in den letzten Monaten ein Husten / vmb welcher -«fall willen sie dreymal zur -. Ader gelassen- Juvor vnd che sie deß Kinde genesen / hatte sie ein Freber/welchee jr auch noch mcht vergangen war als sieNiederko- ,
men/ was aber die Geburt anlangk/ifl es damit/Gott lob / glücke tich vnd wol abgelauffen / nich t allein was das Kind betrifft/ wel- -. ches fein zur Welt kommen/sondern auch die Nachgeburt/welche - / Nachgeburt gantz/gesund/vnnd also beschaffen gewcst wie sie hat * ; seyn sollen / gestalt dann auch solche besichtigt vnnd durch suchet > worden von Meister Jacob dela Luisse» einem erfahrnen Chi* rurgo oder Wundartzt / vnd der in denen Fallen / so sich bey ^ Lärenden Frawen begeben / sehr erfahren. Diß ist geschehen in gegenwart der Herrn Medicorum , Vaurier, 8eguin, Le Ma^ ' Are, Hurnaire, brünier vnd LulHemean, welche alle erkannt h. vndaußgesagthaben/ daß obgedachteNachgeburt gantz vndgc-- fund sey/welches daß es nicht änderst fty/ich bestandiglich behaupt ^ ttn/wiD darüber mein Leben zu Pfandt setzen will.
Dann was belangt das kleineS tücklein / welches siefürge- ^ . ben/daß es wn der Nachgeburt gewesen sey /vnnd so hart an der | Gebärmutter angewachsen / daß man es schwerlich mit einem Finger davon lösen vnnd absondern können/ solches/ sage ich/ Ist ~ T. J keines wegs ein Theil oder Stücklein viclerwehnter Nachgeburt/ *, ■'? sondern derDrt vnd Platz/ daran das Bündeüin oder Stücklein Fleisch/ so ins gemein die Nachgeburt genennet wird/ angeheffttt ^ war/welcher Drt oder Platz allezeit ein wenig höher vnnd erhabe- ncr lst/als das vbrige inwendige Theil am Leib der Gebärmutter/ r
so lang biß sich angeregte Mutter alles dessen/ so außgeführet ^1 werden soll/vottkömmlich entladen. Die Vrsach solcher &W H
hungist/ daß daselbst die Gefaßtem vnd Adern der Gebärmutter sich vereinbaren mit den Adern vn durchgangen der Nabelschnur/ ; dadurch das Kind sein Nahrung hat. Hierauß ^