vlcrdter Theil. 2 $

berhatb der Flämen/nuhn hatte ich ein Pflaster mit mir gebracht/ sehr Dienstlich zu allem wehe vnnd gebrechen der Mutter/dieweil mir die Schwester gesagt hatte / daß sie auffsteigcn der Mutter vnd dannenher entspringende schwermütigkeit deß Athems em­pfinde/ damitich/ wann sich solches also befinde/ ichjhrm Eylet- wae erleuchterung verschaffen möchte/dan dieses Pflaster dieEy- genschafft an ihm hat/daß es die Mutter/ wan sich solche zu Berg thut/wider an ihren Dre bringet / wie auch wann sich dieselbe zu weit vnderflch begibt / wider zu Berg hebt /hell sie an ihrer stelle/ hat grosseTugenden/die Frucht an sich zuhalten/ bey denen Wer- bern/die mit dem Vnglück behafftet sind/ daß sie gemeiniglich das rechte Ziel ihrer Geburt nit erreichen / sondern zu bald kommen/ ehe es Zeit ist.Ich liesse sie alda/frölich vnnd wol zufrieden/daß sie allein die rechte Vrsache ihrer Kranckheit wüste / deren sie biß an- hero keine gewisse wissenschafft haben können.

Als nuhn die ansteckende Seuche nachgelassen / kam sie wi­der in dieStatk im Monat November.So bald sie dahin ankom­men / schickte sie hin vnnd ließ mir ruffen / da fand ich sie/ daß das Gewässer allgemach von ihr gieng / doch ohne einigen Schmer- tzen/ich fragte sie weitter / ob sie auch damals keinen wehegefühlee hette/als ihr anfänglich das Gewässer angebrochen were/darauff sie antwortete/sie hettezwar etwas /aber nicht sonders Schmer- tzens gehabt/als jhr im anfang folches begegnet were / feythcr aber nichts mehr. Ich blieb noch eine ziemlich Zeit bcyihr/ dasie doch keinen Schmertzen oder sonderbare vngelegenheit fühleee/ gestakt ich mich auch zuerinnern weiß/daß ichDrdentlicher weise alle vier vnd zwantzigStunden zu jhr kommen/ ja auch wol sie in vier vnd Zwanzig Stunden zwey mahl besuchet habe/vn dasselbe acht La­ge angetrieben / da es noch alles ist richtig zugangen/ vnnd war mein ganßlicheMeynung/mansolteder Zeit vndweher erwarten/ dahin esdieNaturverspätenwolte/jhrzuhelffen/wann eediehohe Notturffr erfordert vnd ans treffen gierig.

Demnach