vicrdter Theil. 21

Vrsachen mit allem fleiß vnd Sorgfältigket nachgedacht/vnnd lcßtlichdi rechte quelle vnd Ursprung (meines erachttne) gefun­den/zusamt den Mitteln/wie diesem sorglichen Gebrechen zube- gegnen/oder die Vrsachen desselben abzuwenden seym/ welches dann ebendie Mitteln stnd/dreich hieoben beschrieben/vndzufamk ihrem gebrauch angezeigt hab.

WasdasRec pkoder die Aryney anlangt / hab ich dieselbe von einem Doctor der Medicin in dieser Statt Pariß bekom- mm/gebrauche mich auch dleferPürgatioii für mich vnd die mey- nigen/wann ich vmb etwaserkanntnuß haben mag/wasdieVr- fache der Kranckheit odergebrechens seyn möge / vnndwas fürein Humor da die vberhand habe. Ist es Phlegma / das ist die zehr schleimige Feuchtigkeit / so nimb ich einen qmnten Senetsblttttk weitter/als obgemelt / samptzween guter Löffel voll Syrupvon Leibfarben Rosen. Wann ichs aber Schwängern Weibern gib/jeye ich nichts werters darzu/fondern laß es bleiben / wie es hie- vor verzeichnet ist.

Das V. Capitel

Dencktvürdtge erzchlung einer Gcschicht / von einer

Jrawen/welche am sechsten Tage/nach dem sie Kindsgene- ftn/ verstorben / vnnd was dessen die Vrsach gewestseye.

Mb den Monat September im Jahr deß HErren ein ^^kauskm sechshundert vnnd drey kam ein angesehen ehrlich Weibauß SanctAndresPfarr in Pariß zu mir/mich an­zusprechen vnd meines Raths zupfiegen / wegen ihrer Schwester/ welchesienunmehrernegeraumeAeit Kranck seye sagte/meldete auch dabey daß einer von deHof5Lec!ici5,ir naher Verwäter/ste in solcher Kranckheit schon bey die sechsthalb Monate curirt hette/ in welcher langer Ait/sagre sie/hettt -reSchwester vnderschleduch

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