i8 Hebammen Buchs

folget sind/wannman nach verfliessungfünffodcrsechs Mona­ten schon etlich mahl nacheinander / oderzum wenigsten ein mäht oder zwey zur Ader gelassen /dadurch doch nichts Fruchtbarlichs außgerichtet worden/weiln ee nicht zu rechter Zeit / auch an gcbü- ' rcndem 4>tt vnd stelle geschehen ist/sondern die armen Weiber ha­ben hierüber deß Bettes hüten müssen / da es doch viel einander meynung hat/wann solches/bald/wie gefagt/im anfang beschicht/ vnnd die Purgationen zu fampt der Aderlaß bey rechter Zeit ge­brauchet werden-

Ctlichewollen hierzu nicht verstehen / noch dieses Mittelih­nen belieben lassen/dann biß nach verfliessung vier / jünffthalb / o- der wol fünff Monaten nach der Schwengerung / welche Zeit mich dünckt zu lange seyn/da das Kind anfangt seine Krafften vmb etwas zu bekommen.Vnd ist in Warhcit nichts andere / als einem starcken vnd grossen Menschen einen Last abnemen/ ihn da­durch zu erleuchtern/ vnd denselben einem kleinen vnnd schwachen aufflegen.So nuhn das Weib von Natur sehr Feucht vnd flüssig ist/wird sich bey ihr viel Gewässers samlenvnndhauffen/dadurch sie schrDick vnd schwer von Leib / von Gliedern »«geschickt vnd verdrossen/dao Kind aber schwach vnd vngesund werden wirt/weil eedie NaturimWasserernehrek/wieeinen Fisch. Wasaberdas Blut an sich selbst anlangt/ist leichtlich zu glauben/daß die Natur alßdann mercklich verhindert werde an ihren Würckungen/wann sie dasBluk also soll von sich laffen/vnd hat man sich dessen gewiß­lich zuverschen/daß die Geburt nicht biß auffden bestimten termin

oder Zeit werde anstehen bleiben/ oderia wirdes selten geschehen/ weiln das Blut änderst zu nicht dienet/dann wie hieoben gemeldet ist/oder wann es zu sehr erhißct ist / auffwelchen fall solches durch die Aderlaß mercklich erfühlet werden möchte.

Man thut aber mit der Aderlaß bey den schwängern Wei­bern setzrsittig vnd gemach/vnd lästjhnen nichtzu viel Blut sprin­gen/sondern handelt bescheidenlich vnndmit Rath der Medico*