12

HekammmBuchs

Das II.CaprttL

Wamehmutig einer sonderbaren Schwachheit/so ich vielen Weibern begegnen sehen / woher dieselbe jhrenVr- tzrurrg nchme/vnd wie diesem gebrechen zubegegnen.

sCH hab an etlichen Weibern vermercke / wie es dann deren micht wenigen begegnet/daß zu der Zeit ihrer Monarsreini- ^Igung/ an stattdernarürlichen Blumen sich ein verderbter fluß erzeigt/der etwa ein geraume Zeit aneinander wehret /vnd ist . derselb erstlich etwas schwartzfarbig / darnach Rot/ -um dritten Bleich vnd wässerig erschienen. Vnd diese Weiber / denen solches begegnet / sind gemeiniglich Cholerischer Natur / bey denen die Galle die vberhand hat.Aber dieftnigen Weibepersone/so Phleg- makisch/das ist vbrig Feucht/vnd dabey von böser Dawung sind/ befinden im ansang diß Grobe/Dicke/Schwarte Geblüt nicht/ davon gesagt ist/sondern es erweiset sich atsobatdendas Rote/dar­nach die Blerchsärbige wässerigeFeuchtigkeit.Dieses aber/so wol eines als das ander/stillet sich bißweilen ein wenig/hebt aber bald wider an zuflieffen/vnd wehret eine ziemliche lange Ieit/Frißt vnd verzehret die armen verhafften Personen biß auffdas Gebein/ vnd wann diesem Gebrechen nicht bey Zeitrath geschafft/ sondern derselbe verwarlosek wird / geschichtes gemeiniglich / daß solche Weiber außgehenvnnd verdorren wie ein Holß/ nichtanderstals diejenigen / so durch dieSchwrndt r oderLungensucht verzehret werden. Vnd helt dieser gebrechen bey den Weibern keinen vnder- scheid deß Alters/ sondern begegnet so wol den Jungen / als denen die Mittelmesigen Alters sind / vor andern aber den Melancholr- ^ sehen vnd Cholerischen / bey welchen die Schwarte oder Grüne Galle die vbermaß hat/sie seyen gleich von Natur also/ oder durch einen zufall zu solcher Cymplexion gelanget/ am allermeisten aber

denen/

A '^i