dritter Theil. 29
dißzuwegen bringe/ gehört Kunst / Fleiß vnnd Geschicklichkeit dazu.
Die andere gefährliche Weise ist/wann sich die Lenden oder Arßdacken des Kindes am ersten erz rgen. Dann daraußistabzu- ncmmen/daß das Kind mit gedoppelt m Leib in der Mutter liege/ welches ein schwere Weise ist.
Dre dritte ist noch gefährlicher/als die zwo jetztbeschriebenen/ vnd geschieht / wann die Fuß vnnd Schinbein zu gleich mit dem Haupt vnd einen Arm/odcr allen bcyden/stch zur Geburt an Tag, geben/wann sie deß Außgangs begehren.
Die vierte vnnatürlrche Werfe ist wann das Kind mit der Achsel oder Schulter amersten sich erzeiget.
Diefünffte vnd letzte ist die allerschwerest vnnd gefährlichst/ wann nemblich das Kind mit dem Bauch voran kommet/vnd also mit dem gantzen Leib vor dem strnern Muttermund/ dersich Zwar eröffnet/liegt vnd denselben beschweret/ also daß die Wehe- mutter den Bauch des Kindes mit sampt dem Nabel wol mit den Fingern fühlen kan. Diese Weise ist die aller elendeste vnnd nim- met gemeinlich ein trawrig Ende. Dann es bezeugt die Erfahrung /daß vnttr sehr vielen Kindern / so sich auffdiese Weise mit dem Bauch fornen an zur Geburt vnd Außgang begeben / kaum eines zu recht gebracht / vnd erhalten werden mag / weil es der Natur vnnd Gebäw deß Menschlichen Cörpers gar zuwider / daß der Leib deß Kindes hinderlich doppelzusammen gebogen werden solle-Es kan auch ein solch Kind nicht leichtlich oder in wenig Stunden/ durch eine Hebamme oder Chirurgum , die seyen alle beyde so geschickt vnnd erfahren als sie immer wollen / gedrehet oder gewendet werden/daß es dasHauptoder Fü ffe fornen kehrete/vnd also außgeführet werden möchte. Jnmittels aber / daß man damit vmbgehek / vnnd dieZeitzubringet / Wirt die Nabelschnur sampk jhrcn Adern vnd Gefaffen erbeltet/fallen^nsammen/vnnd werden enge/also daß weder das Geblüt in den Blut oder Lufftadern dem
d iij Kind