i8 Hebammen Buchs

Das fünffke Capitel.

Dan'nttcn die dritte Hrsiory oder Geschieht/ davoir hiebevorn Anregung beschehen/ erkläret wirdt.

Won diesem Capitelbesshe in dervimen Tafel die zweyte oder tzneersse Figur.

Jese Geschieht istalso beschaffen. Ein andere Ehrliche Fraw ist im Jahr ^9u ohngefehr vmb den neundten ^Tag Februaris schwanger worden / welche gleicher Na- eurvnnd Temperaments mit der vorigen war / vnnd von Jugend' auffan der Mutter vnd Magen mangelhafft gewesen / deren ist shr Frucht den dreyzehenden Tag Aprilis abgangen / welche sie doch zuvor sechs vnnd viertziggantzerTagtodim Leib getragen hatte. Dannamfünffvnd zwantzigstenTag / nach dem sie war schwanger worden / hat sie shr deß morgens fme auß einer liederli­chen VrfachenSchaden gethan/vnd wie folgen wirt/sich vnd das Kind mercklich verletzet/rn dem sie ein Gebund leinen Tücher von der Erden auffgehebt / vnnddieArmenzuhochvbersichoderge- gen Berg ausstrecket/ damit sie dieselben Lüchershrer Nachbarin Magd/so ein Korb auffm Rücken hangen hakte/auffladen köndte. Balddarauffhatsieindem Vnternleib etwas Schmertzens ge- firhlet/vnd hat sieh von der Stund an stetige geforchtet/ sie möcht vmb das Kind kommen. Den dritten Tag aber hernach hat sie der Milch in den Brüsten empfunden / vnd letztlich ist -hr die obbe- nante Frucht wie gesagt den dreyzehendenTag Aprilis abgangen. Es war ein Knablein eines vollen zwerch Daumens / oder eines Zolls lang / mit seinem Büschelein oder Nachgeburt / die noch gantz war/welcheezusamm die Fraw nicht ohn grossen Schmer- tzen von sich gegeben hatte. Es erschien allda gar keine Faulung- Das Kindlein wie klein es war / so war es doch allerdings wol ge­bildet/