ander THcll.
worden/solches sahe der Hund einer / so zum selbigen Hoff gehör- ttnsder kaufft den Fuchs an / jagt jhm den Ganser ab / vnnd erhält ihn also beym Leöen.Nach diesem empfangeneWolthat/hat dieser Vogel/eine solche Lieb vnnd Freundschaffk gegen dem Hund/sein- nem Erretter / getragen / daß er/ wann er mit den andern Gänsen von der Weyde zu Hauß kam / demselben Hund stetige nachgcfol- get/wo er hiengieng/ftn Hauß hin vn wider/wan er schon in dered- lenIrawen Cammer gieng/oderin andere gemach.Diefts hak also bey die sechs ganßer Jahr gewahret/ohn einigen Abgang ihrer beyder Freundschafft.Auffein Zeit trug siehe zu / daß die ganße Herd Ganß/ jung vnnd akt/so dieser Edelfrawen zustunden/durch eine» ihrer Vnrerthanen eingesperret vndauffgehalten würden. Mann suchte sie hin vnnd wider / aber sie waren nicht zufinden noch anzutreffen- DakamderFrawenin den Sinn / den Hund durch alle Häuser herumb führen zuloffen. Da der Ganser/welcher mit den andern Gänsen in einen engen Hoffemgesperm war / den Hund mcrckete/er nicht faul/sondern flog vber die Mauren herauß / auß Begierd seinen gutenFreund einmal zubesehen/vnd also ist diegan- tze Herd der Gänse geoffenbaret/vnnd der Diebstall entdecket worden. Es begab sich aberhernach / daß eine Magd ein Schulter- blatvon einem Hammel an einen Drtauß Vnachtsamkeitlegete/ da es der Hund leichtlich erreichen könde. Er «am das Fleisch / zog hm/vnd machte sich lustigdamit. Die Magd ergrimmet vber den Hund/erdachr ein Mittel / wie sie jhn an das Vftr eines Fischweihers/ so nicht sin n davon ware/brächte / da hatsie jhm zueffen gebotten / vnnd solang geliebstreichelr / biß sie jhm ein Stein au Hals gebunden/damit sie jhn in den Weiher geworffen / vnnd er- läuffet hat/ der Ganser / so dieses alles gesehen / weil er dem Hund uachgefolget/vnd jhn biß zu seinem Todt begleitet/ blieb länger als acht ganßer Tag an dem Vftr deß Weyers vnd beklagte alle Tag ^it ftatigem vnabläsigem Schreyen / den Todt seines Freunds/ alsodaßman jhneeinsperren müffen/damit ernur deß Hunds ver-