»j? Hebammen Buchs
Ammen/Ampt vnd Gebühr ist / darumb man dich auch beruffE daß du folt nach VermögenBeystand zu leisten/vnd erhalten helft fen.Wann du erstlich in ein Hauß kommest/sonimmwolin acht/ wie du dieKindhaberin beschaffen findest. Wann die Schmerlen nahe vnndgeschwind find/sprich jhr ein gut Htt-tzvnnd Trost ein/ fangdarnachan/entweder mit den andern/so zurSteüe seynd / o- vcr in Mangel deren/allein/das so zum Handel von nöthen ist/zu- Zurichten/dardurch verstehe ich / daß das Beth amallerersten recht gemachetsey/ wie dasselbe gehöret bey den gebührenden / darnach von Leylachen/Hembdern/ Tüchern vnd anderem lernen Gerahre die Notthurfft herbey zuverfchaffen- Vnnd wann sie halßstamg vnd eigensinnig wäre / vnnd sich nicht wolteweisen lassen/dasselbig ihr mit guten Worten zuverstehen geben/ daß diß alles vmb deß besten willen geschehe / dann es jhr sonsten viel Arbeit machen würde/weich ihnen auch/so viel du kanst / dann an einer bösen verlohr- nenSchuld muß man nemmen was man haben kan.Du folt auch die Verordnung thun / wann es ein Notmrfft ist / daß mit jhrer Verwiüigung nothwendige Sachen auß der Äpothecken herbey geholet werden / oder auß der Nachbarschafft. Begehre auch von den vmbstehenden/daß sie dieBereitschafftfertig machen / zu einer guten Brühen oder Suppen / deren sie sich zu gebrauchen/wann die Wehen der Geburt zu lang waren solten / oder solche ein par Stunden/ nach dem sie nidcrkommen / zu sich zunemmen. Vnnd insonderheit vermahne ich dich / daß du dich deren Dmgen / vnnd Geschaffken/die die imHanß fürhabennicht annemmen/noch solche verhrnpern wollest/dann es ist nichts verdrießlichere/ als wann ihrer drey oder vier vber einem Ding geschafftig seynd. Du folt auch nicht darüber erschrecken/wann es nicht allezeit Zugehet / wie du gern hattest Dann wann sich der Mensch entseßet/werden dar- durch seine Sinne betrübt/vnd die guten Gedancken zerstöret. Einer der seiner selbst mächtig ist/ vnd sich von dem Stand der Ver- nunfftnicht verrücken laffet/istgeschickek zu grossen vnd wichtigen
Han-