ander Theil. w

hielle/mie dem Krampffvnnd Anziehung deß Geäders hafftig ge- plagek.Ichließ dieselbe vberzwerch auffdae Bette lagern / auffdie Weiß wiesiedieWundartztzu lagern pflegen.

Dieses that ich zu dem Ende/damit sie des Kindes desto ehe ab-, kommen möchte / welches sich schon in den innern Muttermunde gethan hatte. Es war allda ein Apochecker/ vnd zween Chirurgi, welche jhre Nachbarn waren / welche das Kind mit einem eysern Hacken / mit dem Kopffvornen an heraußziehen wolten. Aber Ivlsr.ttonore machte daß sie damit nicht ZU streng verführen / son­dern warteten noch ein weil-Da hat mir Gott soviel Gnad verlie- hen/daß ich dasKindvon ihr empfangen habe,Le war em Magd­lein/nicht allein lebendig/sondern auch frischvnd gesund / ist auch fürters der Nachgeburt durch mein Fleiß vnd Mühe glücklich ent­ledigt worden.Dieses ist jhr herkommen / von grosser Jorchk vnnd Schrecken/wie ich dessen nach der Hand verständiget worden bin. Sie hatte hr Mutter vnd andere ihre Verwandten bey ihr/die äng­stigten die Hebamme/vnd liessen ihr kein ruhe/sie sollesagen/wann sie genesen würde. Dissesaberist ein sehr schwere Sache/so gerade zusagen/bevorab bey einer / die das erste Kind trägt- Als nun die Amme sahe/daß sich das Kind auffein Zeit beyemcmKmdöweheri mehr erzeigethätte/dan^uvor bey zehen oderzwölffen / wolle sie die Werber einmal lustig mache/vn sagt/ man solk ihr bald einScher-- lein vnnd Fadem reichen. Dieses hörte das arme iunge Weib/ so noch gar iung vnnd einfältig war/ mcynete / man wolle jhr den Leib auffschneiden vnnd widerumb zunähen/ffengan zu rück vnnd an sich zuhalten / vnnd zur Stund ergriffen sie bjf convulsiones oder Krampff / dessen sieauchnicht wider loß werden können dtz gmtzc Zeit ihres Lebens / man braucht darwiderwas man immer wolte.Darumb soll ein Amme ee nicht dahin kommen lassen / haß sie ihre Schäer vnd Fadem nicht bey sich haben solle/ soll sich auch mit allem Fleiß hüten / daß sie nicht Lermen oder Verwirrung reiche / oder gestatte / daßes andere thun / dadurch dieKrnds-

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