132 Hebammen Wuchs

das Angesicht vbersich gen Himmel wendende (welches kein gemei­ne Weife ist.Ichweiß/daß vnrcr hundert Kindern kaum erwan ei­nes gefunden wird / das also mit dem Angesichtlein vbersich zur Welt kommet / wi^wol man sagt / daß die Magdlein also rom- men/das doch nicht wahr ist. Ämer allen Kindern / die ich jemals von Weibern empfangen habe/willich kaum glauben / dast ihrer Drepssrg also kommen seyen-Weil aber dieser junger Herr also kom­men/halte ich darfür/da ß es ein trefflich gut Anzeigung scy / vnd so wohl dem Kind selbst/ als dem ganßen Land Franckreich gutes be- deuten soüe.Alfovrthcilken auch alle Leute/ denen solches zuwiffcn gethan ward. Sagten / es wäre ein Bedeutung grosses Segens/ Adelichen Gemühte/auch Geborsams in diesem Kinde/zu gutem Genügen vnd Gefallen deß Königs vnd der Königin/ daß man die Frewde/so da war/nicht gnugsam außsprechen kan/dieweil man in Der Meynung ist/daß der / so den Himmel stets anschawcr / nichts nidriges oder jrrdischesgcdencket. Es war groß frolecken am Zan­gen Hofe/vnd zum Zeichen der Fremde vmbficngen sie sich einan­der mit denArmen.Vnter andern fürgangencn Dingen fallet mir ßetzundein/als die KenouiI1lere,derk ich offt hiebevorn gedacht m gefagt/daß sie die fürriembste Cammerdienerin der Königin gewe­sen sey/einem auß deß Königs Cammerdicnern begegnet / der sie so freundlich vnd reitterisch geküßt / daß er ihr schier keinen Zahn im Maul gelassen. Kürtzlrchjederman erftewet sich vnd kobete Gott. Der Herr vo^r§ovie,der Könrg!nSchaHMkister/fchlich herbey/ michauchindieArmezunemmen/ wieichwiderkam/nachdemich Dm jungen Herrn bereitet hatte-Die Königin sahe das / vnnd sagt mirs/ichgabzurAnkworr/GnadrgsteIraw / ich weiß es wol/er wirteben ein Ansehenhaben/wann ermiramHals hanget/wie ein Mauß an einem vtertheil Speck. DieZeit/ daßdieKöniginim Kindbethe tage/verkieffe sich wol vnd glücklich/da ich so viel gewür- Digtware/jhrdiegantzeZeikjhresKindbethsZttwarkenvnddienett/ wie ich zuvor mehrmalen gethan hatte.

Das