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Lou u re schlaffen/wol fünffWochen zitvor/ehe sie niverkam/wel- ches geschehen abermal an einem Freytag den zchenden Feb. Anno iüo6.zwo Stunden nach Mittag / weiches in jhrer gewöhnlichen ^ Cammer im Schloß I_ouure war. Die Königin hat alle faxe Kinder also gebrachr/daß sie abgewechselt / er stlich ein grosses darnach ein kleines-Den Anfang hat sie gemacht an dem jetzigen Kö- nig/der starekgrmg war-Das eltste Fräwlein war klein vm'd Zart/ jetzund war Frawlein Christiana / abermai starck von Leib. Die Königin ist bey dieser Geburt viel krancker gewest / also daß sie auff dem Gebahrstul genesen müssen / wie sie mit t>m ersten Sohn/ nnnmchrKönig auch thun müssen. Viel Leut hoffeten/ee follem junger Sohn gewest seyn/weil sie vier Jahr verzogcn/vnnd in mittels kein Kind gehabt hatte. Ich sage es abermal / nicht auß Heu - cheley/sondernmir gutem Grund derWarheit / daß derKönigdie Königin abermal getröstet hak / da er jhr von Freundschafft vnnh Bundnüffen mitaußlandischen Potentaten zumachen sagte/vnd gantz keine Anzeigung von sich gab / daß er deß Handels vbcl Zufrieden wäre. Er gimg offt dieses junges Frawlein zubefehen/ nit weniger als ob es ein junger Sohn wäre / vnd konde nie genugsam anmühtig mit der Königin rede/wie er gewolt / noch seine Af- feetion gegen jhr entdecken/ da er sie so wol auff befände. Die Aeik deß Kindbethö der Königin/ gieng wol vnd glücklich ab/in welchem Zeit mir eine newe Ehr von der Königin widerfahren ist. Eines tags als die Fraw Leonora Conchine.&fp jr war/machk ich mich auch hcrbey/jhr vnterthanigste angeneme Dienst zuerzeige.Desel- ben Tag hatte ich einen newen Mantel genommen auß der Cam- mer/dr'e Königin sahe mich an/vnd sagte.Darecht/Ammcmutter/ das stehet munter/jetzo gefallt jhr mir. Die Fraw Oonckinegab darauffzurAntwort: Gnädigste Fraw/wann es ewer Majestät geftllig wäre/könnet jhr doch den Mantel jhr wohl lassen. D Ja/ sagte die Königin weiter/Aber ich möchte lepden / daß <n Warzei- chendarbeywäre/damitsievndandere erkennen möchten / daß ee
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