anderTßcil. 8z

noch hierüber frischen gesundte Lufft / beneben Freyheit die schönen Spatziergang zubesuchcn wann wirwolren- Als aberdieseVn- ruhe vnnd Betrübnuß ankam / habenwir es sehr chcwer bezahlen müssm/vnd für allen andern auffden Tagallerheitigen/ davon ich den Abend zuvor wüste / dz einer auß vnsern Nachbarn / deßKö- nigs Dffrcirer/seiner Haußfrawen befohlen haktc/daß sie jhre Kin­der in die Statt flehen sötte/ sampt dem besten Theil jhresHauß- rahtö vnd Iahrnuß/also daß man nicht wissen konte / was für ein seltzamen Anstalt die Soldaten machen würden / von welchen man sagte/daß sie mit dem König die nechste Nacht daselbst einzie­hen würden- Ich / als ich solcheshörete /ließ mir daß ein War­nung seyn/darumb ich sampk meiner Mutter/vnnddrey Kindern/ die ich damals hakte/suchtenvnser Sicherung / vnd begaben vns in die Statt/mit ein wenig Haußgerahtlein / dieweil man nicht wohl Lurch die Pforte zu 8anLb Ocrman durchkommen köttdte/ dann urik Mühe vnd Arbeit/ so waren auch fast keine Lcueh anzutreffen/ die einem etwas Lasts oder Bürden hatten tragen wollen. Mein Mann war damals im Krieg ein Feldscherer vnndWundartztm einer Gompania» so ließ ich niemand zu Hauß / danneinealle Fraw/welche die Schlüssel hakte/so wol zu der Mutter Hauß / als zuvrssmn. Die folgende Nacht ward die gantzeVerstatt Sauft G .rman pmß gemachk/gep!ünderk/vnd das beste allberaubek / al­so daß / da deß Königs Volck außgezogen war / schickte die Statt dre Teutschen Landsknecht m die Besatzung dahin / weichere vol­lend plünderkcn/vnnd was die andern vbergelasscn / auß dem Weg raumeten biß auffdie Spräwer.Da blieb nicht ein Stecken Holtz vberrg/ dessen doch der mehrcrtherl Häuser voll waren. Als die Landsknecht außgezogen waren / wurde bey fünffzehen tausend Pfundt werth an dem Hauß darnidergeworffen / das mein Rät­ter gcbawet hatte / auffdem Graben bey der Pforten Oc Lull/, welches Hauß erst vor fünffJahre war zum End außgebawee worden- Wirsassen bey einander ohn einig Gut/ ausser deß weni-

if gen/