48

Hebammen Bucks

Das siebendzehmde Capitel.

DLeacht vnd ZwaNtzlAste ObseruLtion.

Daß man sich alles Fleisses vnd Fürfichttgkeit m Erwehlung einer Saugammen ge­brauchen soll.

Lsich in dem ersten Theil dieses meinesBuchs/im sieben vnd zwmißigsten Capitel/von den Qualitäten vnd Eygenschaff- ten/dieemeSaugamme an ihr haben solle/ geredet / soueich auch dabey Er-nnerung gethan haben / daß es / so viel mir bewust/ zweyerleySaugamme gebe/erlicheseynd so phlegmatischer feuch­ter Natur/vnd böser verderbter Dawung / dz es nit arger seyn kon- re/welchesalles derMtch zuflcußt/vnd sich damit vermanget/well es ein solcher Qrt ist/da hm dre Natur die Fluß vnd Feuchtigkeiten leytet/dcren sie sich zu entladen kegm.Dicsc seynd gemeiniglich bej- ser auffvnd gesunder/wann sie saugen /als wann sie tut saugen.

Wann fknit Milch geben / sind sie gemeiniglich mit Schmer­len behaffr/cinmal an einem Arm/bald vnter einer Schulter/ bald widerum b an der Hüfften oder einem K nye. Vntcrweilcn mefien jhnen dieAugen/empfinden etwas Geschwulstesindcm einen Lu- genwinckel gegen der Nasen zu / also daß ihnen manchmal eineFi­steldaselbst entstehet/die stets von Wasser rropffet/als ob sie wem e- km. Die Milch dieser Weiber g,tt trefflich gute Nahrung / daß dieKindcrsoan ihnen trmcken / gemeiniglich kugelrund feist su/n. Aber diese Fettigkeit rst sehr weich/vnd die Kmder dölpisch vnd vn- geschtckt/vnd man kan an ihnen nicht vermcrcken / daß die lebendi­ge Geister bey jhncn frisch vnd wacker seyen/ dann sie seynd bey die­sen Kinder n/durch die Hauptflüß gleichsameingcschlafftt. Wan

nun die Kinder/die von solchen Saugammen genchret werden/die

Zeit erreichen / daß sie Zahne bekommen sollen l werden sie sehr

kranck