erster Theil. % 7 $
Blut dick vnd ständig gemacht werden möge / Aber dieses hab ich dabey vnttrlaffen oder vergessen/das das allcrfmmmbste vnd beste Mittel ist zu allen obigen Gebrästen vnd Angelegenheiten/vnd insonderheit zu diesem letzt erzehlken/ dz man ncmlich steh dcßManns enthalte/vnd allein schlaffe Dann alleschwangerc Weiber/welche ohne das von liatur geneygt sind/vor der bestimpten I eil niderzu- kommen/es sey auß was Vrsachen es immermchr wotte/follen sich dcsscyenthalLen/vnd dreweilallemim Bethe für gucnemmen-
wiemandreverlohmeMilch widerbringen soll.
Es wida fahrek den Saugammen offt vnd vielmal / das sie auß vnterschrkdltchen zutragenden Vrfachendie Milch verlieren / als da sie Schrecken / Lrawrigkert / Vnwill/Iorn/Kranckheit/Me- lancholey böse Nahrung vnd Daivung/weLchem Gebrästen man raht verschaffen mag^daß man alleTag morgende vnd Abendezu sieh nenrme ein Suppe / sie sey fett oder mager / darein von Kram tern komme/grün Fenchel / zahme Wegwart / Sawerampffer/ Lattich/vnd wann diese Krauter halber gekocht sind / nemmet eine Quinten wcissen Lattichsaamen/so frisch als man den haben mag/ zerflossen / in ein leinen Lüchlein gebunden / laßt den ein vimheii Stund in der obigen Brühe sieden / truckete darnach auß. Diese Suppe macht die Milch widerkommen / doch so fern dieselbe sich nicht verlohren hab von Liebes Begierden / dann drß rst ein solcher Gebrästen / dem nicht wol zuhelffen durch einige Mittel. Denen Werbern / welchen von wegen trawriger vnnd melancholischer Gedancken die Milch verflossen^ ist sie viel müheseliger wider- zuöringen/dann allen denen / von welchen vorhin gesagt / siever- ticren die Milch auß was Vrsachen sie jmmer wollen / in Erwe- gung / daß die Mannsucht oder Lieb/ wie auch die Melancholey Zwey Fewer sind/welche außtrücknen vn verzehren die Quellen der Muttermilch.Das Wasser von Habern gekruncken/ dienet auch sehr wol hieher/ wklchesauch thutdieerste abgesottene Brühe von
Aa Erbsen/