erster Theil. 175

wird die arme Hebamme für ein Plumpattvnnd 'ungeschickten D Ilpe! gehalten/die nitviel vrnb die Sache wisse. Daher dann etli- llche Hebammen/welchen wol bewnst/ was für Schaden jnen auß böser Nachrede erwachsen könne / vnterweilcn ein Ehrlügcn thun müffen/vndNeyn sagen/wrewol sie es besser wrssen / aber es will die Warheit gesagt seyn/dann auffyen widrigen Fall / würde ein böse Nachfolg darauß entstehen / dz die Werber viel würden hin vnd wr- derlauffen/vnd sich aussharteStülc oderBancke setzen / dadurch dieKmderallezeitschrverletzct werden/ darumben ich dann allhie gar nit schlössen will, dz alle Kinder sich so zeitlich wenden/sondern viel mehr/etliche bald / etliche langsam / etliche aber erst alsdann/ wann die Kmdenöhten da sind.

Ichzwar/wcri dicftsmeines Stands Erforderunglst / kanvnd will mit Warhcir sagen/dz ich selbe einKind bey sechs gantzerWo- chen gcstürtzekgetragen/wclchc Zeit vbcr/ ich doch alle Lag meiner Handthirung vnd Beruffnachkommenmüssen-Diejenigen/wel­che sagen dörffen/dz ein Kmd nach dem eo sichgcwand odergestür- tzct hab/keme Nahrung mehr empfange / thun jhnen selber Gewalt vnnd Vürechk/mehr als den Hebammen/ denen sie doch Vnglück fiifftm wöllen.Dan sie geben klarlich Zuvcrstehe)t/ dz sie wissen/ durch wz Mittel dz Kind in Mutterleib ligend! seine Nahrung em- pfahe.Vnd damit solches dcnen/fo noch ctwz Jweiffels tragen/bes- fcr erkläret werde/will ich jnen hremr'k verheiffen haben/daß / wann es jnen gefallk/r'ch sie will in dzGottes HauMoilelvieu genant/ bringen/darin ein grosse Jahl der schwängern Weiber sind/ vnd in dcr Jürsorgvnnd Geftüschafft seyn derAertzte/ desselben Gottes Hauses/allda will ich sie ausser allemJweiffel setzen/vnd erlangen/ dz sie selbst durch betasten vnd fühlen/die Warheit erkündigen sol­len/ damit die Klagten / mit welchen die Hebammen dißfalls be­schwüret werden/aögeleynek/vnd sie der Aufflagen ent­laden werden lnögcn.