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Daseinvnddreyssigste Capitel.
ekammen Buchs
Wie man den kleinen Kindern helffenM/ die ein böft
Krebegeschwär/OanArXNL genane/im Mund haben/ vnd woher solche Mundfaule kommen-
iT^LH hab ein Kind geschen/vonhoherGeburk vnndAnknnffe das von einerSaugmutter genehrek ward/die nie viel Milch O^-hatte/welche dazu alt vnd dick war. Diesem Kind ist wenig Tag nach seiner Geburt/dz Maul jnwendigvon dem saugen/auß denen Vrsachen/die schon erzehlet worden sind/ entzündet worden/ dcrmassen/dz ein weiß vnd dickKrebsgeschwar sich an seine Zünglein erzeigt/welches hernach denGaumen/dzIahnfleifthodÄüch- ler / vnd folgende den gantzen Mund vnnd Rachen eingenommen. Dazu dann ein Fieber geschlagen/ vnddas Kind nit mehr tnncken können. Alle Mittel vnd Hülffdie man da haterdmcken mögen/ hat man angewandt / vnndwasverstandige Leuk haben mögen zur Sachen rahtcn.Als aber der Mitteln vnd Artzneyen / die man son- sten in dergleichen Fallen gebraucht/keine hclffcn wollen / hat einer ein sonderbar Kunststück Herfür gebracht / welches dem Kind noch denselben Tag so viel Hülffgethan / dz es den andern Tag hat wi- derumb saugen können-Drst ist aber die Kunst. Nemmet ein halbe Dand voll Salbey/ein HandvottKörbclkraut /halber zerstoffen/ laffetö darnach auffsicden in einem halben Maßlein Wassers/ daß es ohngefähr ein wall Zehen oder zwölffthue. Schüttet hernach ein Löffel voll Weinessig darzu. Wann es nun abgesihen worden/ setzet jme zu ein VntzeRosenhonig. Nttnek darnach ein klein Stab- lein/drähet ein LümpleinScharlach darumb/schüttet dicBrühein ein klein 8chüsselein/vnv dunEer dz Skäblein mit dem Scharlach darein/vnd berühretes damit/da derGebrechen ist-Das gan^eGe- schwer vnndEntzündung wird sich davon allgemach verzehren vnd zu recht kom-