erster ^Heil. ***

{Riffes / wann diese Ding in Wasser von Körbet gesotten werden.

Andere nemmen die vberbliebene Rosen von außgepreßten Wachs/welcheszwar auch nie zuverwerffen / aber es ist zehe vnnd leimichr/vnd derhalben etwas vnbequerm.

Die Weiber welche dieKindcr zu säugen begehren/ vnnd so viel Milch haben/daß ihr Kind nichtzu Streich kommen kan/vnd ihnen daher ein Fieber entstehet / die sollen gebrauchen Körbel- kraue ober demFewergeröster/in einem Geschirr vnd daß mit Ro­senöle vnd Essig auffdie Brüste legen/diß vertreibt dieMtlch sünf- tiglich vnnd allgemach / doch akso/daß siezuunderer Zeit widerzu- stressen mag.

Ein Fraw die beger'k ein Seugmukter zu seyn/vnnd dern die Warfen an den Brüsten geschunden oder Wund seynd/durch des Kindes säugen / kan diesem Gebrechen alsöhelffen / wann sie/so bald alsdaß Kind getrunckenhat/sich am selben £)rt mit Rosenho- nig schmirek/darnach ein Schirm von Wachs darüber mache/da­mit das Getüch nicht daran backen könne / der Rosenhonig lindert den Schmerlen vnd ist heylsam/ bringet auch dem Kind / wann es trincket/kein Vngelegenheik.Andere gebrauchen der Gartenepich wol zerstosten/vnd legen dz mitgrobemSaltzvberDieses vertreibt auch die M'lch vnd wehret der Enßündung/aberdasSaltz verstel­let die Haut etlicher Massen.

Etliche Weiber machen einen Krantzvon Beerwinckel/vnd legen solchen auffdie Brüste. Nemmen jhn darnach hinweg/vnnd hencken ihn in den Schornstein / daselbst auß zutrücknen / sa­gen dabey/ daß gleich wie der Kranß von dem Kraut im Schorn­stein vertruckne vnd auß dorre / also verliere sich auch die Milch in den Brüsten. Ich weiß zwar wol / daß der Beerwinckel oder Ingrün deren Stück eines ist / die die Müch vertreiben. Aber daß sie solchen zu Berg in denCamin hencken / dieVrsach dieser Würckung ist mir verborgen. Vnnd kan ich zwar schwerlich

Q iij glam