,i2o Hebammen Bllchs

Kind abzustoffen entschlossen ist / solsiejroböcsagten Vberschlag zurichten laffen/von Rosenölevnd Essig auffden Busem / vnd sol haben ein roht K6l oder Kappes Blat/darinnen die Fadem wol zer­schnitten seyen/vnnd solches wol schweiffen lassen vber dem Fewer/ darnach mit Rosenhonig steiffabmachen/vnnd dasselbe deß Tags zweymalthun- Ich will Gut vnnd Bürge seyn/daß wo man diß Recht vnd zur guten Stund gebraucht/ daß es die Apostemen oder Geschwere verhindert / wann sich auch schon etwas Röhren oder Harre an den Brüsten erzeigen solle.

Vnd da ein Weib durch Fahrlässigkeit die rechkeJeit vnd-Ort/ diesevndobigeArßncyenzugebrauchen/versaumethatte/odcrdaß sie solche nicht starck vnnd krafftig genug befände / die sol nemmen Agrimonia/Pappeln/Eibisch oderAlchXa/vnddaeKraut 8ane- cvn; vnnd das alles lassen kochen in einem newen Hafen in so viel Waffers/daß es werde gleich wie ein Pflasterzustreichcn / darnach darein werffen ein halb viertel Schmalz von einem Eber/mit eben so viel Mayenbutter / vnd dassclbig also warm auffein Tuch strei- chen/vnd deß Tags zwepmal vberschlagen / demnach diesen Vber- schlag wol mit warmen leinen Tüchern bedecken / es soll sich inner­halb dreyen Tagen ausser allem Zweiffel zertheilen / oder machen daß es sich öffne.Diß ist das beste Mittel vnter allen / dieman hie- zu finden vnd haben mag.Ich hab solches an mir ftlbstenPr obim/ ehedann ich zu diesem meinen jetzigen Beruffkommerrbim Auff ein Zeit war mir die eine Bru st hafftig zerstosscn worden / inner­halb zehen Tagen bin ich durch Hülff dieses Vberschlags oder Pflasters desselben Vbels gantz abkommen / vnnd hat sich in dieser Zeit nicht allein resoluirk vnnd zum erschweren geschickt / sonder ist außgangen vnd Heyl worden- Vnd die Warheitzu sagen / in sol­chem Fall deß erschwerens / wolle ich mir lieber die Aposteme mit dem Laßeisen durch einen Scherer öffnen lassen / dann so lang zu­sehen/daß sich solches seibsten kechete/zeitig würde vn auffbreche.

Eine edle Salb deren sich die Weiber/ denen die Brüste oder

Müm-