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Das drey vnd zwanzigste Capitel.
Von vnterschicdttchmArtzneym/durch welche man dm
Weibern helffen kan/daß ihnen die Milch verfleußt / sampt vielen andern Tugenden/die selbige Artzneyen an sich haben/ vber das/daß sie die Milch vertreiben.
'CH willhieher verzeichnen vnd fürAugen stellen alleMitkel/
} die man hat vnd gebraucht/daß man die Milch abweise vnd werflieffen mache/zu diesem Ende/daß ein jede Fraw/ die deren etwan eines oder das andere hat / sehen möge / was dieselbe/ihre sonderbare Kunst / fürWirckung habe. Es seyndzu Pariß viel Wartfrawen/die der Weiber imKindbett warten/welche nit mehr als ein einig Mittel hiezu dienlich wiffen/dz brauchen sie ohne Vn- terscheid allen Weibern/ gleich wie ein Sattel / der auffalle Pferd gerecht seyn solte/welchs sehrvielzu vnserem Vorhaben dienet/ vn darauß viel beschwerlicher Iufall/so wolalso balden/vnnd auffder Statte/alsvberlang entstehenDieseswill ich fein zuverstehen geben vnd außführen/wann ich die KraffeevndEygenschafften eines ieden Mittels vnd Artzney werde angezeigt haben. Diese Weiber Haltens inen fürein Meistcrschafft/daß sie diese jreKunst niemand eröffnen / sonder als ein groß Geheimnuß oder Seeret verborgen 'halken/daß der mehrentheil nit weiß was sie machen / vnd das noch arger ist/ sie wollen sich nicht vnkerrichten lassen / sagen es sey kein Ding / daß sich mit ihrem Mittel vnnd Kunst vergleichen möge.- Wann eine Amme der Sachen nachfragt/so bald sie zur Thür hi- nauß/pflegen sie solchs zuhören/sprechen/ dz sey nicht ihrs Ampts/ essoleinftdethunwasjhr gebäret. DannsoeinWeibniderkom- men vnnd des Kinds genesen sey / hab die Amme nichts mehr dazu thun- Aber ich will solche Warkfrawen fleiffiggebetttn haben/ sie
P iij wollen