98 , Hebammen Buchs

hesserzüfriedengewest/ dann wann man in solchen Fallen zu einer genesenden Frawcn/ein Medicum beruffen hat.Dann da düncket mich/ich sey in meinerSchantze/weil alle die jenigen/die sich mit in den Handel menKen/vnnd hie viel rahten oder ordnen wollen / das Mau! halten müssen / oder da sie ja etwas zu Marck bringen wo!- len/kan solches Medicus erörtern vnd seinen Bescheid darüber ge- ben/als dem dieArtvnd Eygenschafft oderKranckheu öewust/vnd der dabey zu thun weiß was erheischender Noht ist.

Die Mittel vttNd Artzneyen/ dieicherzehle/ sampk ihren Wir- ckungen/kommcn her von gelehrten Medicis , mit welchen ich zu­gleich meinem BeruffvnndAmpk abgewartet/ jedoch finden sich Leuch/wclche/wann es in der Geburt oder Niderkommen etwas schwächlich gehet/vn man jnen von cinemArtzet oderMedico sagt/ vnd sie dazu schlechten Lust vnd Anmut haben/ sich dermassen dar­über enrsetzen/dz sie nit änderst meynen/es sey vmb jhr Lebengesche- hen/vnd bereden sich dabey/die Amme verstehe jren Zustand nit gc- nugsam/vnd sey dem Handel zu schwach. Auß diesem Bedenckcu soll man/vmb dieser vnnd anderer Ursachen nullen / sich in die An- muhrung vndWeise der gebührenden Frawen zuschicken wiffen/dz man sienitin vergeblicheForcht bringe/welches doch sie/die gebüh­renden gleichwol auch nit thun sotten/ dann vnlaugbar ist / daß sie sechsten die Medicos oder OoÄoresruffen lassen/wann es D schon etwa wol zugehet/vnd nicht so ein gros­ses Zubedeuken hatt

Das