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darinnen u gelassen worden ist / verbleibt / vnnd sich nicht änderst wenden kan/wann man die lange weil vn Verzug wolle brauchen/ würde es viel mehr Schaden/ dann Nutzen bringen.

Ich hab offtmals zwey Kinder empfangen / die in einer Bürde lagen/ja vnterZehen Zwillingen sind mirkaumzweene fürkommc/ deren ein jedes sonder gelegen vnnd gantz von dem andern abgeson­dert wäre gewesen / bey fast allen / oder ja den meisten / befindet sich nur ein geringer Vnterscheidt/ daß sie durch eine Haut von einan­der abgesondert werden. Wann man nun das erste Kind hat/ist es eine Notkurffk daß man die Nabelschnur entzwey schneide vnd zu­binde? vnd derFrawen an denDberschenökel hcffte/so lang biß das ander auch herauß gebracht werden möge. Dann wann das erste solang warten solte/ist kein Aweijfel es würde dadurch geschwechtt ynd von Kalt erstarret werden.

Daedm-zchende Capitel.

Was man einer Frawcn/dle m KmdeNöhten liegt reichen oder eingeben solle.

^LvielPersonen sepndt / die einer Frawen so in Kinds-- höhten liegt/beywohnen / da finden sich auch viel vnnd mancherley Rahtschkäg/vnnd ist sehr gemein/daß je eines dem andern zu wider rähm/befittdet sich also das altcSprichwort: VielKöpffviek Smnc.Ich kan allezeit es nicht nm denen halten/ welche einer Frawen bald hitzige vnnd starckctreibende Sachen zu­geben rahken/es ftydann die eusserste Noht da / vnnd das darumb/ weildiescsbey den Weibern wundcrbarlicherWkisedzFrebervcr- vrsachek/nach dem sie niderkommen sind.

Zwey Ding seynd in sonderheit den Weibern schädlich / die ge­nesen sollen: Nemblich wann der Leib zu voll/oder aberzu leer vnnd öderst. Alleexrremicetcn,dasist/zuvieloderzuwmig / seynd

der