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vnd weder den Leib durch Arbeit oder Bewegung / noch das Ge­rn ühr dnrch Zorn oder Trawrigkeit bevnruhige. Wann eine He­bamme in dergleichen Fallen zu langsam beruffen wird / daß schon alle Anzeigungen der instehenden Geburt sich ercygnen /ale dz Ge- wasser/wie es seyn soll/da wolt ich nit dazu rahten/dz man dieFraw viel treiben oder anstrengen solte/biß so lang vnd viel / daß die Na­tur/ohne einige andere Hülffsich erzeigte/vnd den Anbruch fürkers machte/damik sie sich alsoDesAergernuß vnd Nachrede vberheben könne/darr viel Lcutsind in diesemSrück sehr freygebig den Scha­den vnd Vnherl/so sie ihnen selbst zugefügt/andern zuzulegen/ vnd sich dessen zuentladen/belastigen also diejenigen / die nichte darzu können. Aber wann dieWastcr geöffnet vnnd angeb i«chen seynd/ in Masten ich offt gesagt hab / vnnd das Kind sich schwach be­finden solte/oder die Darm so voll verharter Marrery waren / daß dannenhcro Verhinderungen entstünden / in diesem Fall soll ein Amme der Frawen ein Clystir beybringen / welches dem Kind m keinem Weg mag Schaden bringen / sondern vielmehr be- hülfflich seyn / vnnd wann sie also behülfflich / ist sie außder Schuldt daß die Wasser angebrochen seynd / ohn einigen Trang vnnd Nötigung. Mhie rahte ich auch / daß ein Amme / ein wenig zuvor / ehe die Wasser anbrechen / die Fraw betasten wolle / auß diesem Bedencken / damit nicht snmittelst sie die Hand noch daselbst hat / solches geschehe / vnnn dannenhero beschuldigt werden möchte / sie hatte gemacht / daß die Fraw zu baldt Ware ttiderkommen. Die Weiber welche also vor der Zeit gebühren / mögen wohl zusehen / daß sie sich in wirren­den ihrem Kindbett nicht weniger verhalten / vnnd guter -Ord­nung wahrnemmen / als wann sie zur rechter Zeit genesen wa­ren / /a ihrer auch noch wohl bester pflegen / welches dann de­nen nicht weniger gesagt seyn soll / welche falsa germina , haß

rst / öde vnnd leere Geburten / von welchen in vorigem viel gere-

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