?2 Hebammen Buchs

den gewesen sey/solches fürter vollkomlich zuernehren/ vo^wclcher Zeit an es nichts gethan dann stetigs gekrencket. Es befunde sich auch allda keine Form des Kuchens / darein sich das Geblüt solle gesamlet haben/swelchee sich wol vergleicht mir den ienigen Leuten welche änderst nicht dann von dem Täglichen Pfennig leben / oder sich deß Taglohne behelffen vnd keinen Vorraht von Korn vnnd Nahrung machen können - so war auch in der Blutader an der Nabelschnur^ Vena Vmbilicalis genant-kein Tropffen Blut/ noch auch in der Lufftadcr(V ena arterialis gcncnct-kein Tropf­fen desselbigen Gcblüts/so solche Ader in sich halten solte / darauß keichtkichabzunemen/dzdißarmeKindauß kemerandernVrsach hak sterben müssen/dan vonMangel derNahrung/darumb csdan auch Hunger also Leib kömenIst jme verwegen gangen wie eim Kriegs Hauptman Capitain/wclchernach dem er in feiner vnterhabenden Festungbelagertwird/sich folangauffhalk/ fo lang er Speißvnd Proviant hat/wann aber deren Dingen nicht mehr vorhande/mußerthunwiejhn dieNoht lehret/vnsich ergebc.Drc- fts Weib davon ich rede/ließ j'ro ftlb stc keine Mangel an der Nah­rung/aber ich sahe vn merckte/dz die Speisen/derc sie genösse / jrcn Leib sehr wenig nehreken/vn viel mehr in Phlegmatische wasserieh- te Feuchtigkeit/dan jnn gut Geblüt verkehret wardc/ vnd dessen ein gewisse Prob zuhaben/hab ich wargenEcn/ daß gleich nach jhrcr Geburt od' genesen deß obigen Kindes/jhro der Halß vnd dzAngc- sichtauffgclauffen/vnd gleichsamauffgebkasen erschiene sind/wa- rauffsie angefangen anßzuspeye/ solcher Weise dz es unglaublich ist/welches alles genugsam zuerkennen gab/dz sie sehr mangelhafft an der Leber/vnd von böser Dawung/vnd also mit der Kranckhcir/ so die Medici Cacochimiam nennen/ ttitwenig behafftet. Drese Weibernun/diealso affectionirt/ haben meines Erachrens so viel vbrigs Blutnit/daß es vonnöhten ware/zu erhaltung der Frucht/ Wen ein Theil dessen durch die Aderlässe oder fonsten zubencmen.

. Bedencke will es einehoheNottursst feyn/dz ein ehr-

»che Matron in diest odgleiche/ren Zustand fürnemlich gelehrter