44 Aebammen Buchs
solches etliche gethan / vnnd iHE^lbsthabey wenigwahrgenom- men/warauffsie sich dann sehr vbel befunden / vnndweüsie ohne daß leichtlich zubewegen waren/seynd sie also vmb die Kinder kommen.
Andere sind bey diesen Dingen so vngedultig/ daß sie nicht erwarten können/ bry jlch ore jfmtwrCjJCn ! Jfrfe derwegen be-
grcrffen durch die Hebammen / beschweren vnnd mahnen dusewe zum höchstenauffjhrGewissen / daßsiejhnendieWarheitnichk verhalten wolleri/schmeichlen jnen dabey sagend/sie/diese Ammen/ werden für die aller gewissesten gehalten / von solchen Dingen Bericht zugeben/verkleineren vntcr dessen die andern/welche jhne / wie sie meynen / die Warheit nicht sagen köndten oder wolten. Wa- durch dann dieseeitelen Lobs begierlg/vnnd dardurch bewegt/ sich mitallem Fleiß vnterstehen denGrund zucrfahren/vnnd in dem sie sich nicht fchewen mit der Hand zuforfchen/ vnd bey solche Weiber zugreiffen/geschichrs vnterweilen dz dadurch ein Luffr: oder Blutader in derMutter gewaltsam eröffnet wrrd/dannenhererfolgt daß schrviel Blut entgehet/daß das Kind truckcn sitzk/vnndohncNah- rung / ja auch wol Mutter vnnd Kinde versterben. Schwangere Weiber sind wol durch Begreiffung zuerforschcn / ohne nachfolgende Gefahr/aber diese müssen ihrer Kunst gewiß seyn / nicht von geringer Erfahrung vnnd Bescheidenheit / die dasselbrge bey den schwangeren verrichten sollen.
Derhalben schließ ich/daß man sich wol fürzusehen hab / vnnd sich vnerfahrne Leuten nicht so lcichtlich vntcr die Hand gebe / sonder dessen gewiß fty/daß eine erfahrne Amme bey zweyen Monaten wissen kan/ob eineFraw schwanger sey/in dem dz sich die Murkker wol beschlossen erzeigt.Aber wan dao Kind wach st vnd nun etwas großwird/mit demWaffer das es bey sich hat/ sencket sichsolcheo mannigmal / vnnd trucketoder beschweret den MundtoderEin- gang der Mutter / daß als dann nicht so gewiß vnnd vnfchlbar davon maggevrtheilt werden / bevorabwann cm Wchemuktersonst