wegen der darin eingelagerten Kieselgebilde und Steinchen technisch nicht verwertbar sind, in großen Kolonien zu sin» den. Auf ihnen siedeln sich andere Schwammarten, Tunicaten, Algen nsw. an, in ihren Hohlräumen leben kleineWürmer, Krebse usw., sodaß ein jeder solcher Stock ein kleines Museum bildet. Die Farben der Schioämme sind nicht so lebhaft wie die der Tunicaten, aber doch mannigfach und bunt. Die schönsten Farben zeigen die hellroten Suberites-Arten, welche meist mit Einsiedlerkrebsen zusammen an Schneckenhäusern sitzen.
Zum Schluß erläuterte Redner noch einige biologische Präparate aus seiner Ausbeute, Kolonien von Muscheln, Stefier der Muscheln, diverse Krebse, mit Tunicaten, Schwämmen und Algen maskiert. Die Adria ist außerordentlich reich an solchen Biocönosen.
. Zur Erläuterung des anziehenden Vortrages ivar ein Teil der interessanten Reiseausbeute des Redners ausgestellt. Prachtvolle Schaustücke von Fischen des Mittelmeeres, von Manteltieren, Tintensischen, Schwämmen und dergl., in ihren natürlichen Stellungen konserviert, wie sie im Senckenbergischen Museum bisher nicht zu sehen waren, und welche zweifellos einen besonderen Anziehungspunkt für das geplante neue Museum bilden werden. Die Vollständigkeit der ausgestellten Sammlung, die Umsicht, mit der dieselbe in kurzer Zeit angelegt worden ist, und die Sorgfalt der Präparation erregten allseitigen Beifall. Ebenso erfreulich ist es aber, daß die Gesellschaft trotz der bekannten Unzulänglichkeit ihrer Ausstellungsräume dauernd bestrebt ist. ihre Schausammlung zu vervollständigen.
Der große Hörsaal war dicht besetzt, fast überfüllt, ein Beweis dafür, wie berechtigt die Wünsche der Gesellschaft sind, in neue, ausreichende Räume zu gelangen.
Die reiche Reiseausbeute des Herrn Tr. Römer soll, zu einer Sonderausstel- lung im Vogelsaale vereinigt, dem Pub. likum in den nächsten Wochen währendder öffentlichen Besuchsstunden des Museums zu gängig gemacht werden.
pltvtt0 MorgrnblaN der Mankfurter Icituug. 8. Mär; 1903.
men sehr beträchtliche relative Größenverschredenheiten und nicht unbeträchtliche Formverschiedenheiten vor. Wenn auch Re Grundlinien überall die gleichen smd, so sind doch Mcye Differenzen in der Ausbildung vorhanden, daß man wohl sagen kann, sie seien nicht geringer als bei den Saugetieren. Das Gehirn der Taube ist von dem der Gans mindestens
Abhandlungen herausgegeben von der Senckenbergischen naturforschenden Gesellschaft. 20. Band, Heft. Mit 7 Tafeln und 11 Abbildungen im Text. Frankfurt a. M„ Moritz Diesterweg.
Das umfangreiche Heft enthält nur eine Arbeit von Prof.
8. Edi nger in Frankfurt a. M.: Untersuchungen über die vergleichende Anatomie des Gehirnes, 6. Theil: Untersuchungen über das Vorderhirn der Vögel in Gemeinschaft mit D r. A. Wallend erg in Danzig und Dr. G. M. Holmes in London. Das Vogelgehirn hat bisher auffallend wenig Bearbeiter angezogen; entwicklungsgeschichtliche Studien fehlen ebenfalls, fast ganz, und daher war eine Sicherheit und Einheit in der Auffassung des Aogelgehirnes und in der Deutung seiner hauptsächlich- ' sten Theile nicht vorhanden. Die vorliegende Arbeit ist die j Frucht fast achtjähriger Untersuchungen an mehr als 60 j Vogclarten aus den verschiedensten Familien und bildet ein > weiteres Glied in der Kette der wichtigen Gehirnarbeiten ' des bekannten Verfassers. Sie muß für die Anatomie des Vogelgehirnes als grundlegend bezeichnet werden, da es nunmehr erst möglich sein wird, verschiedene Fragen, namentlich physiologische und psychologische, denen der Mangel jeglicher anatomischer Vorkenntnisse bisher hindernd im Wege i stand, in Angriff zu nehmen. Die Abhandlung enthält eine ' Schilderung der inneren und äußeren Form des Vogelge- Hirns, sowie der Ganglien und Faserzüge, die in ihm gefunden werden. Das eigentlich Histologische ist einer spä- !
so unterschieden, wie das Gehirn des Kaninchens von dem des Hundes; von dem Papageicngehirn steht das Taubengehwn reichlich so tveit ab. wie das Hundegehirn vom Ochsengeh,rn. Am meisten Differenzen zeigt das Stirnhirn, ern Therl, ,er bei den Reptilien noch fast ganz fehlt, ber einigen Vögeln (Sänger, Gans, Papagei) aber eine beträchtliche Entwicklung zeigt. Innerhalb der Reihe der anderen Wirbelthier- gehirne nimmt das Vogelgchirn eine ganz eigenartige Stcu- i ung ein; es ist ein Hirntypus, der schwer an normen ariderer ; Wirbelthiere anzuschließen ist. Mit dem Gehirne der Sauge- thiere hat es keine Berührungspunkte, wohl aber kann man bei seiner Betrachtung am Vorderhirn gewisser Reptilien, am meisten noch der Schildkröten, anknüpfen. Doch ,st kem Reptiliengehirn einem Vogelgehirn wirklich ähnlich gebaut. Dieses Ergebniß entspricht durchaus der Ansicht, die wrr von der stammesgeschichtlichen Entwicklung der Vögel haben, die mit den Säugethieren keine Verwandtschaft zeigen, mit den Reptilien aber gemeinsame Stammforinen haben. Wie i alle Gehirne, so ist auch das Vogelgehirn e,n tu sich voll- 1 endeter Apparat, der vollkommen ausreicht, das zu leisten, was das betreffende Individuum zu seiner Existenz braucht. Mer wir wissen, daß auch bei den Vögeln sehr beträchtliche Differenzen in der geistigen Leistungsfähigkeit Vorkommen. Dem entspricht auch, wie aus der Arbeit hervorgeht, eure verschieden große Komplizirtheit des Hirnüaues. vr. R.
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