Natur ^Museum Senckenberg

der Scnckcnbcrgisdicn Naturforsdienden Gesellschaft gegr.

Ruf 78954

* Zeitschriften:

Natur und Volk Abhandlungen der S. N.G. Senckenbergiana Archiv für Molluskenkunde

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Ihr Zeichen

Frankfurt a. M., Senckenberg Anlage 25

den 7 1tS «

Lieber Herr Reuling!

Ich danke Ihnen für den .Brief vom 5.d.M.,

den ich schon heute erhalten habe.Also ist wenigstens zwischen Hun 0 en und Oberlais die Post schneller als innerhalb Frankfurts,wo neuliqÄ ein ßriefvon mir 12 Tage (!) unterwegs war,Da ich fürchte,daß ich ;S_e infolge Ihrer Reise nicht sehen werde,schreibe ich gleich,hoffentlich kommt der .Brief bald in Ihre Hände,ebenso wie die erbetenen Klische- Vorlagen,die ich gesondert anfügen werde.Hoffentlieh Können Sie bald übersehen,ob wirklich aus dem DrucK etwas werden wird,da ich sonst an die Paläontographica für meine beiden Arbeiten gedacht hätte und gegebenenfalls dort nicht zu spät Kommen möchte.Vielleicnt fahren Sie gerade auch egen der Zeitschriften-Prage nach .Berlin,und ich wünsche Ihnen einen vollen Erfolg,eine einigermaßen erträgliche Reise und ge­sunde Rückkehr!

Für Ihre mannigfaltigen -Bemühungen sa 6 e ich Ihnen vor­

läufig besten Dank.Die PhotobesieLlung folgt noch,einen Kleinen Vor­rat habe ich ja noch hier.Daß es -Pinsel nicht mehr gibt,war vorauszu­sehen.Die Chemikalien erwarte ich sehnlich,da ich nicht wtiter prä­parieren kann.Hoffentlieh können Sie uns Herrn Scholl bald wieder ein­mal schicken.TiVenn das öfter notwendig ist,als zunächst angenommen wur­de, so müssen Sie bedenken,daß er ja die beiden /^ale bisher immer nur wenige Stunden bei uns sein Konnte.Auch daß z.-B.neulich der neue Was­serhahn einfach durchgebrochen ist (Kriegserzeugnis)),so daß die beit zum Teil umsonst war,war nicht vor ..uszusehen. Also, derncen Sie mit­te ,wenn es geht,wieder an uns.

Daß es mit Stiefeln nichts sein würde,habe ich befürc/' tet.Auf Grund meines Fliegerscheines haue ich nur einen Bezugsschein für ein Paar Straßenschuhe beKommendiese selbst natürlich noch nicht!,die mir in OL wenig nutzen würden.Ich halte auch nur gefragt/ weil erzählt wurde,es sei möglich gewesen,für die SencKenberger in Hungen solche Stiefel zu beschaffen.

Herrn Jiert^ens habe ich seine Kosten-Aufstellung ge­

geben und ihn von Ihrem Wunsch unterrichtet,zu Fr1.Franz gehe ich nachher noch.

Daß Sie über meinen Rachsatz einigermaßen verärgert ge­

wesen zu sein scheinen,betrübt mich,denn das war nicht beabsichtigt.

Da ich aus Ihren V»orten ersehe, daß hier ein völliges mißverstehen verf­liegt, muß ich,um es zu beseitigen,doch noch einmal darauf zurückKom- men.Ich zweifle absolut nicht daran,daß die Verhandlungen mit dem

Kriegsschaden-Amt bei Ihnen in den besten Händen liegen,noch glaube ich ,ich Könnte das besser oder auch nur eoenso gut machen."Die Aus­führungen, die ich mir Vorbehalten habe"/ beziehen sich tatsächlich übet«

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