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28.12.1944
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Sehr geehrter Herr Professor Reuling,
Fräulein Scheller erhielt am Samstag, 23.12. ihre Einberufung zur Flak nach Ffm-Höchst durch das Landratsamt Bad Homburg für den 27.12.1944.
Ich habe sofort gestern eine Einpabe
an das Arbeitsamt Ffm pemacht und erklärt, dass Frl.Sch.für uns unentbehrlich ist. Eine Abschrift der Eingabe lepe ich Ihnen bei.
Das Arbeitsamt will die Eingabe überprüfen, Frl.Sch.so]] abwarten bis die Prüfung erholst ist.
Ich möchte Sie nun sehr bitten,uns darin zu unterstützen. Es könnte sein, dass das Arbeitsamt auch bei Ihnen nachfrapt. Vielleicht könnten Sie von sich aus,auch dem Arbeitsamt schreiben.wenn Sie es für not wendig halten.
Sie wissen Ja, dass Fr1.Sch.unsere ein zige junge Kraft i st,die gerade für die Fahrten nach Michelnau am wenigsten zu entbehren ist. Augenblicklich bei den jetzigen Verkehrsverhältnissen und der Kälte können wir allerdings unmöglich dort in den ungeheizten Hallen arbeiten. Sowie es irgendwie zu machen ist, werden wir wieder hinfahren. Wir warten noch sehr auf den letzten Wasen, der die botan.Bücher und noch einige Gestell hinbringen soll.
Wir sind Ihnen sehr•dankbar, für alle Mühe,die Sie sich mit uns machen müssen.
Mit freundlichen Grüssen und den besten Wünschen für ein glückliches neues Jahr