14 . 4 . 44
An das
Wagenbüro der Reichsbahn
z.H.Herrn Reichsbahnoberrat Dr.MERGET
Frankfurt a.M.
Sehr geehrter Herr Doktor!
Entschuldigen Sie bitte, wenn ich Sie in der Angelegenheit des Mu= seums erneut belästige. Leider kann ich nicht persönlich vorsprechen,da ich durch eine mir ggstern zugezogene FassVerletzung ans Haus gebunden bir
Sie hatten die grosse Liebenswürdigkeit, uns bereits 3 Wagen zur Be<= förderung der Barackenteile von Oberscheld nach Hungen zu stellen. Soeben teilen uns nun die BUDERUS’schen Eisenwerke, Leicltbaustoffwerk Oberscheld Mit, dass bei der Berechnung leider ein Versehen unterlaufen sei. Anstatt U sind 11^Bahnwagen nötig.
' Ich wäre Ihnen sehr zu Dank verbunden, wenn Sie uns durch die Gestellung der Wagen^die Durchführung der von der Gauleitung geförderten Baumassnahmen ermöglichen würden. Im Hinblick auf die Schwierigkeit des Abtransports von Hungen zur Baustelle bitte ich uns je Woche 3 Waggons stellen zu wollen.
In der Hoffnung, durch den Überbringer dieses Schreibens einen zusagenden Bescheid zu erhalten und für Ihre verständnisvolle Unterstützung nochmals besten Dank,
Heil Hitler!
Doz.Dr.Rauling