1944, Sla-si; 5
Wie die Flu8seeschwalben sc wiesen such, die aa bleichen
Platz brütenden Lachmöwen 1944 Rückgang der Zahl gegenüber 1945
aufi damals brüteten dort a» 7. Juni 52 Paare, jetzt am 20. Juni
einem
nur 33 Paare mit insgesamt 76 Eiern und«Jungen*
An diesem Brutplatz ist die Schädigung durch die Sturmmöwen besonders augenfällig ! Bekanntlich beginnen die Lachmöwen schon gegen Ende April zu legen* Aber ihnen wie auch den hier gemischt mit den Lachmöwen brütenden FluLseeschwalben werden die Eier ununterbrochen durch raubende Sturmmöwen gestohlen. Ununterbrochen herrscht hier Streit und Kampf 1"bisher schien es, daß die wehrhaften Fluiseeschwalben diesen ^ampf gegen die Sturmmöwen gewinnen wurden. Dies war um so »ehr zu erhoffen, als sie darin ja durch die am gleichen Platz und gemischt mit ihnen siedelnden Lachmöwen unterstützt wurden. Nunmehr zeigt sich, daß auch hier der Schutz durch biologische Trennung, der Schutz durch Eindrahtung und äestringe, wesentlich geholfen hat. Seit diese Pflege durch mißliche Umstände wegfällt, leiden beide Arten merklichen Schaden 1
Zuaanmenfassend ist zu sagen s Dank der energischen Anstrengungen unsres Herrn Rektor PaIck in Kirchdorf herrscht auch im fünften Kriegssemmer auf Vogelinsel Langenwerder ein reiches, vielgestaltiges Tierleben, zahlreiche Junge wurden und werden hier erbrütet/. Unerwartete Umstände aber beeinträchtigten den erwarteter Erfolg dieser Arbeit, insbesondere wurde der Heringsmöwe trotz Rückkehr zu» Brutplatz abermals der Erfolg versagt. Lachmöwe, Kästen- und PluSseeschwalbe gingen infolge Beraubung durch Sturmmöwen zurück. Die Zwergseeschwalb® aber vermehrte ihren Bestand von 5 auf 8 Brutpasre, neu stellte sich der Cränse- eäger als Brutvogel auf Langenwerder ein.
Langenwerder-Dresdeu, ^en 28, Juni 1944.
o
.Atj
i