Im Jahre 1944 war es mir wegen meiner Arbeit in der Teich­wirtschaft bisher nur zweimal und für kurze Zeit möglich, auf Igdr. zu verweilen; an Schwerin Freit, d. 86.4., an Lgdr. 29.4., ab Igdr. 9.5« Nm., ab Wismar 10.5. Zweiter Besuch; an Schwer! Do. d. 15. Juni, an Igdr. 16.6., ab Lgdr. Mittw. d. 21.6.Km., ab Wismar Do, d. 22.6.1944. Ein dritter Besuch ist für Ende Juli/ Anfang Aug. in Aussicht genommen.

Nachdem das Jahr 1943 besser als alle vergangenen Jahre den Erfolg unsrer Schutzarbeit auf Lgdr. erwiesen hatte, indem 3 Ar­ten den Bestand unsrer Meekl. Brutvögel vermehrten, Mittelsäger, Zwergseeschwalbe und Heringsmöwe» schien auch 1944 einen in jeder Weise erfreulichen Fortgang zu versprechen* Alle Arten fanden sich wieder zur Brut ein, und abermals eine neue als Brutvogel, der Große Säger (Mergus mercanser L.} Wie erinner­lich, hatte ich 1943 neben dem Schuppen zwei Nistkästen für den Mittelsäger (iiergus -errator L.) aufgestellt, die auch sofort bezogen und in denen erfolgreich gebrütet wurde. Im westlichen dieser Nistkästen brütete am 29. April 1944 ein Gänsesäger auf 9 Eiern. Der Legebeginn dürfte somit um denl2./l3. April herum liegen, während als nächste die Silbermöwen 1944 etwa am 13.4. zu legen begannen. Die Legezeit des ffittelsägers liegt ja be­kanntlich .esentlich später: die »eisten Paare legen erst im Juni; 1944 begannen zwei sehr frühlegende Paare bereits am 3.

Mai, einem ungewöhnlich frühen Zeitpunkt.

1943 hatte sich erstmals ein Paar Heringsmöwen, Larus fuscäs L., zur Brut eingestellt» und zwar am 3« Mai 18 Uhr MEZ. 1944 sah ich die Tiere am Nistpl tz erstmals am 4. Mai 4/42 Uhr MEZ. 6 Uhr 40 setzte sich die eine von ihnen direkt auf den alten, vom Vorjahr noch markierten Nistplatz» alsdann trieben beide Tiere ihr Liebesspiel, ganz wie Sturmmöwen.

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