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Frankfurt a.M.-S., 1.Januar 1946
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nachdem einige Zeit verstrichen ist etwas Abstand genommen hat, möchte ich noch einmal auf die heit vom 26.und 21.Dezember 45 zurückkommen und sie Ihnen, sie sehe, darstelien.
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Auf Anraten von Prof. Mertens hatte ich mich an Sie gewendet mit der Bitte, mir den Personenwagen des Museums für die Rückfahrt meiner Mutter zur Verfügung zu stellen, zumal leere Vogel - kisten nach Oberlais und von dort Material nach Frankfurt gebracht werden sollte. Sie sagten mir den Wagen zum 26.12. zu, doch sollte ich noch einmal am 19. anrufen, da die Fahrt vielleicht um einen Tag verschoben werden müsse. Prof. Mertens hatte ausgemacht, am Dienstag, den 18., oder Mittwoch, den 19;, zurückzukommen. Am 18. sagte mir seine Schwester, Frau Tacke, dass ein Telegramm gekommen skr, wann ihr Mann das Ehepaar Mertens in Stockheim abholen könne, da sie nur bis dort mit dem Zug kommen könnten. Ich sagte mir: Da muss etwas mit dem Wagen des Museums nicht stimmen, denn sonst würden Herr una Frau Mertens sicher bis zum Donnerstag warten. Deshalb rief ich Sie schon Dienstag an und erfuhr dann abends nach 22 Uhr von Ihnen, dass der Personen-Wagen wegen Benzinmangel nicht fahren könnet; ich habe aber doch wohl von Prof. Kräusel, der ein Telegramm bekommen habe, gehört, dass ein Lastwagen komme. Da ich wusste, dass Prof. Kräusel kein Telegramm bekommen ha «■ t ~e, er sich aber gerichtet hatte, morgens ^4 Uhi abzumarschieren zum 5-Uhr-Zug, ging ich noch schnell mit Fräulein Wolfart zu ihm, ihn zu benachrichtigen; er blieb aber bei seinem Vorsatz, da er schon gepackt hatte. Auch Tackes gaben wir noch Bescheid. Das Telegramm kam dann am nächsten Morgen.
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Mein Schwager war am Freitag d.14. mit mir nach Cber- lais gefahren und wollte Dienstag 14 Uhr zurück fahren, hatte sich einen Wagen bestellt, um mit dem Gepäck nach Hirzenhain zu fahren und hatte in Frankfurt einen Arbeiter an den Zug bestellt, der tragen helfen sollte. Am Sonntag stürzte er auf Glatteis und klagte über heftige Schmerzen an einer Rippe. Nun kam die Zugsperre, der Mittagzug fiel aus; da hiess es entweder £4 Uhr morgens abmarschieren, was
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zulässt, oder in Hirzenhain uber
sehr schwierig ist, weil das Gasthaus Jungmann von
leider sein Gesundheitszustand nicht nachten, was
Amerikanern besetzt ist. Ich hatte deshalb in Erwägung gezogen, meinen Schwager an meiner Stelle mit dem Wagen fahren zu lassen und selbst mit Fräulein Wolfart zusammen morgens zu laufen. Dass man auf unsere Ausweise keine Fahrkarte bekommen würde, war uns unbekannt und' Prof. Kräusel ist in der Tat schwarz gefahren. Als ich nun hörte, dass ein Lastwagen komme, nahm ich an, dass es kein Unrecht sei, wenn mein Schwager an Prof. Kräusel’s Stelle mitfahre. Dass ich zusammen mit meiner Mutter Oberlais verlassen wollte, war ausgemacht und Frl. Wolfart sollte ja am gleichen Tag wegfahren, zumal sie von uns verpflegt wird.
Ich packte also am Mittwoch unsere Siebensachen und musste, da mir ein 3.Koffer oder eine Kiste fehlte, zwei Pakete, 2 kleine Reisetaschen, 2 Einkaufstaschen, 2 Rucksäcke und einen kleinen Karton füllen. Dazu kam das Deckbett meiner Mutter. Alles Dinge, die nicht schwer waren und gut auf dem Holz im Lastwagen hätten liegen
können. Fräulein Wolfart hatte ihren Rucksack una 2 Schuhkasten mit