26 . 4. 41

Lieber Herr Zilch)

Herzlichen D&nk für Ihre beiden Brief© vom 15. und 17.4.41.

Inzwischen werden Sie die Bilder von den neuen Kellern erhalten und damit wenigstens eine kleine Vorstellung über Anssehen und Ge« stalt erhalten haben. Die Arbeiten sind weiter fortgeschritten und gehen nächste Woche ihrem Ende entgegen. 2 Aufnahmen lege ich wieder bei.

Die Luftschutz-Vorbereitungen, im Haus sind auch weiter betrieben worden, überall stehen Kisten mit, Sand und Sandsäcke, dazu ferner das notihe Gerat. 550 Sandsäeke sind im Hause verteilt. Ich bin der glei­chen Meinung wie Sie und würde mich freuen, wenn £lle Vorbereitungen umsonst gewesen wären. Aber leider ist es noch nicht soweit. Die Mu­seen von Bonn, Bremen und Hamburg haben mit den Brandbombem bereits unliebsame Bekanntschaft gemacht. Die sofort einsetzende Loschtätig« keit hat es zu keinem grosseren Brande kommen lassen. In der Geol.Lan­desanstalt in Berlin ist eine Sprengbombe im 2.Stock explodiert und hat die Seiten wände hinausgejagt. r.

Hinsichtlich der Arbeit Yen war .es von mir vergessen worden, sie zu streichen, da ja zuerst nur bis 1935 gebracht werden sollte. Ich habe den Jahrgang 1§Z5 nachgeprüft, aber hierin keine Arbeit von Ihnei gefunden. Die Jahrgänge 19)6 19)6 habe ich selber herausgezogen und hoffe dieses ohne Dehler gemacht zu haben.