O.U., den 28.Juni 1941

Lieb?

(

r Reuling:

Eip Brief von Er .Kemmerzell veranlaszt mich, ihnen kurz zu

schreiben. ttr.K. schreibt: "In 3 Wochen beginnen unsere Sommerferien, die diesmal 8 Wochen dauern sollen. Nach Ministerialverfügung stehen uns davon aber nur 3 Wochen zur Erholung zu, die übrige Zeit soll mit Tätigkeit in Dienststellen, NSV, Partei usw. ausgefüllt werden.

Ich will Prof Richter bitten, mich wieder für das Museum anzufordern."

Da Sie beim ersten Mal, als eine gleiche Beurlaubung erreicht wurde (1939), bereits Soldat waren, will ich Ihnen zu Ihrer Unter­richtung mitteilen, dasz uni damals <^ie Herren Pr.Kemmerzell und ??? sowie Fr1.Bengler auszer st wertvolle Dienste bei der Bergung der Alkoholsammlungen geleistet haben. Herr Weyland war damals auch im Felde. Eie Herren waren jeden Tag anwesend und seiften den groszten Teil des Materials vom Boden in die neuen Keller.

Es wäre sehr erfreulich,wenn in diesem Jahre wieder eine Beur­laubung erreicht werden konnte. Für Er.Kemmerzell und Frl.Bengler ist genügend Arbeit an den Sammlungen vorhanden, wie Herr Weyland und der andere Herr^zu der Angelegenheit stehen, weisz ich nicht. Petry??

Hier hat sich inzwischen nichts Heues ereignet. Ich bin immer noch an meinem alten Posten, wie lange noch? Hoffentlich nehmen die

Kampfe im Osten einen schnellen und günstigen Verlauf. 3 herigen Meldungen ist das ja zu ahnen.

Es grüszt Sie recht herzlich mit

Heil Hitler Ihr

QZi f O.

den bis-