Fräulein

PI ST OH

^ s s e n Klinkestrasse 26

Rlg./Do .27 2§. 5. 42

Sehr geehrtes Fraulein Pistor!

.'/ir haben gestern ein Lebenszeichen von Franz erhalten. Obwohl ich überzeugt bin, dass auch Sie eine hachrieht erhal­ten haben, erlaube ich wir, eine Abschrift seines Briefes zuzu« reichen.

T >vir haben uns oft über den derzeitigen Aufenthaltsort von Franz unterhalten und feehofft, dass er von den Engländern auf Sumatra zurückgelassen und damit wieder auf freiem Fuss sei. Leider haben sich unsere Hoffnungen nicht erfüllt. Die Engländer haben ihr. als anerkannten Cf ^Fachmann nach Ceylon verschleppt.

So wird er nun leider auf die ganze Dauer des Krieges hinter Stacheldraht zubringen müssen.

Seine Wünsche auf Schrifttum werden wir so weit wie mög­lich nach besten Gründen zu erfüllen suchen und uns bemühen, damit wir* sein^ unf seiner Kameraden trauriges Los wenigstens etwas erleichtern können.

VJir* freuen uns aber, dass es ihm soweit gut geht und hoffen, dass dies auch weiter so bleiben möge.

Mit besten Grüssen und

Heil Hitler!

Ihr sehr ergebener

Doz.Dr.Reuling