An
Frankfurt a.M, den 23. Januar 1934
die Senckenbergisehe Naturforschende Gesellschaft
_ F xä D k furt _ a_. M..
Große Mietverluste, Ausgaben für die Neuherstellung der leerstehenden Wohnungen und die Aufwendungen für den Unterhalt meines seit 2£ Jahren erwerbslosen Sohnes haben mein durch die ^ensionie-D rung schon stark verringertes Einkommen derart geschmäiert, daß ich nur mit Mühe die drückenden Steuern und Abgaben aufbringen kann. Ich sah mich dahe** gezwungen, aus allen wissenschaftlichen Vereinigungen auszutreten. Wenn ich dies bei der S.N. G. aus Anhänglichkeit noch nicht getan habe, so geschah dies in der Hoff-| nung, über kurz oder lang wieder in eine günstigere Lage zu kommen Leider hat mich diese Hof^ung bis jetzt betrogen. Ich muß Sie des-||fj||j halb heute bitten, mir die Beiträge zur S.N.G. solange zu erlas-
■tim
MD'
sen, bis ich irgend eine kleine Erleichterung erhalten habe. Vigl
-
leicht rechnen Sie mir inzwischen das Wenige, das ich in 33 Jah ren für die Gesellschaft getan ha^e, als Ausgleich für diese Beiträge an.
Mit deutschem Gruß